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Aktive Filter: Kategorie: Abschlussarbeiten Kategorie: Thesis Autor: von Eveline Rutz Ausgabe: 1/2020 Alle Filter entfernen
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Schichtarbeit, Brexit und Solarkraftwerke

Der Unterhalt grosser Solaranlagen kostet Zeit und Geld. Um Mängel ausfindig zu machen und zu beheben, müssen Tausende Module überprüft werden. Dank einem an der ZHAW entwickelten LED-Flasher könnte dieser Prozess wirtschaftlicher werden. Eddie Staib und Oliver Stucki haben das portable Gerät optimiert. «Wir haben es unter realen Wettereinflüssen im Feld getestet», erzählen sie. Die Ergebnisse seien laufend in den Entwicklungsprozess eingeflossen. Der LED-Flasher, der 1,1 Meter breit und 2 Meter lang ist, wird auf die montierten Panels gelegt. Mit mehr als 5000 LEDs beleuchtet er die Module und ermittelt deren elektrische Leistung. Dabei spielt die jeweilige Zelltemperatur eine wichtige Rolle. Die Absolventen des Studiengangs Energie- und Umwelttechnik haben daher die Temperaturmessung verbessert. Sie haben die Zahl der Infrarot-Sensoren auf vier erhöht. Sie haben zudem einen Algorithmus entwickelt, der bei der Überprüfung der Bypassdioden, durch die der Strom bei Verschmutzungen «umgeleitet» wird, zum Einsatz kommt. Er wertet die Resultate zweier Teilmessungen aus. Die Bachelorabsolventen empfehlen, zusätzlich eine Drohne einzusetzen, welche dank einer Infrarotkamera fehlerhafte Bereiche identifiziert. Diese Kombination erweist sich bei grösseren Anlagen als das kostengünstigste Prüfverfahren. Dies, weil die Module nicht demontiert werden müssen und der LED-Flasher gezielt eingesetzt werden kann. Eine Feldmessung ergab, dass das Produkt in seiner aktuellen Version zwar funktioniert. «Für einen rentableren Einsatz müssen die Messabläufe und die Auswertung der Drohnenaufnahmen aber weiter optimiert werden», so die Autoren. Pflegende arbeiten unregelmässig: Mal früh, mal spät, mal nachts und immer wieder am Wochenende oder an Feiertagen. «Schichtarbeit wird in der Pflege als besonders belastend betrachtet», stellen Ariana Kösker und Lea-Maria Sombetzki fest. Viele wechselten daher in eine ambulante Tätigkeit oder gar in ein anderes Berufsfeld. «Die Chancen, welche durch die Schichtarbeit entstehen, müssen in den Fokus rücken», finden die beiden ZHAW-Absolventinnen, welche sich mit den Auswirkungen auf das Sozialleben befasst haben. In der Aus- und Weiterbildung müsse eine positive Sichtweise vermittelt werden. So habe man beispielsweise an Tagen frei, an denen andere arbeiteten, und könne entspannt Freizeitaktivitäten nachgehen. Eltern, die ihre Kinder gleichberechtigt betreuten, profitierten von sich ergänzenden Arbeitszeiten. «Die Einstellung und eine gute Work-Life-Balance sind entscheidend», sagt Lea-Maria Sombetzki. Daneben stünden die Arbeitgeber in der Verantwortung. Sie sollten Mitarbeitende vermehrt in die Planung der Schichten einbeziehen, ihnen kein Gefühl von Präsentismus vermitteln und ausreichend Pausenräume zur Verfügung stellen. Sie sollten zudem dafür sorgen, dass die Vorgaben des Arbeitsrechts eingehalten würden, und zur Kontrolle allenfalls eine neutrale Person einsetzen. Aufgabe der Forschung sei es, Modelle und Strategien im Umgang mit der unregelmässigen Arbeitsweise zu testen. «Das wäre ein grosser Schritt, um die Schichtarbeit attraktiver zu machen.» Welche Rolle soll Grossbritannien ausserhalb der EU spielen? Theresa May, die damalige Premierministerin, stand vor einer schwierigen Aufgabe, als sie im Januar 2017 im Lancaster House in London ans Rednerpult trat. Nach dem knappen Brexit-Entscheid erwachte das Land aus der Schockstarre und suchte nach einer neuen Identität. Um eine positive Vision zu schaffen, wählte May einigende Worte. «An der Oberfläche gelang ihr das ‒ analysiert man ihre Argumentationen genauer, entdeckt man aber Widersprüche», sagt Susanne Ruckstuhl, welche am Departement Angewandte Linguistik ein Bachelorstudium abgeschlossen hat. Zusammen mit Ilona Schafroth und Sarah Zurwerra ist sie der Frage nachgegangen, welche sprachlichen Mittel und diskursiven Strategien in der Rede eingesetzt werden. Besonders häufig verwendet Theresa May das Schlagwort «Global Britain». Sie zeichnet das Bild einer globalen Nation, welche an frühere Erfolge als Kolonialmacht anknüpfen kann. Sie rechtfertigt den Volksentscheid und beschreibt die Trennung als Chance für eine bessere Zukunft. Dabei steht der Austritt aus dem EU-Binnenmarkt eher im Widerspruch zum Ziel einer starken Handelsnation. Wie die Autorinnen darlegen, setzt May einerseits auf distanzierende Strategien. Gleichzeitig betont sie, dass die gute Beziehung zur EU erhalten bleiben soll, und beschwört gemeinsame Werte. «Es soll sich etwas ändern und gleichzeitig alles beim Alten bleiben.» Mays eigene Haltung sei von Ambivalenz geprägt, sagt Susanne Ruckstuhl und erinnert daran, dass die konservative Politikerin ursprünglich gegen einen Brexit war. «Dies wird in ihrer Rede immer wieder deutlich». von Eveline Rutz

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