«Die digitale Transformation soll in unsere DNA übergehen»

19. Juni 2019
2/2019
Im Zentrum der digitalen Transformation soll der Mensch stehen. Am Kickoff-Workshop der strategischen Initiative ZHAW digital brachten deshalb Mitarbeitende ihre persönlichen Vorstellungen zur digitalen Transformation an der ZHAW ein. Innert weniger Minuten war die schwarze Wand vollgeklebt mit farbigen Zetteln, 50 mutige Teilnehmerinnen und Teilnehmer buhlten um die Gunst der Kolleginnen und Kollegen und am Ende hinterliess ein lauter Knall einen bleibenden Eindruck: Am Kickoff-Workshop zur strategischen Initiative ZHAW digital sprudelten die Ideen nur so. Rund 200 Mitarbeitende diskutierten lebhaft in urban-konstruktivem Ambiente am Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen in Winterthur. Alles drehte sich um die Frage, wie sich die Hochschule in der digitalen Transformation gut positionieren kann.
«Wir wollen das Thema Bottom-up angehen, im Sinne einer Grassroots-Bewegung», erklärte Daniel Baumann, Co-Leitung und Managing Director der strategischen Initiative. Sein Pendant, Scientific Director Thilo Stadelmann, ergänzte: «Die digitale Transformation soll in unsere DNA übergehen.» Zwar gibt es schon heute an der ZHAW zahlreiche Projekte und Experten im Bereich Digitalisierung. Stichworte reichen hier von E-Learning-Angeboten über Open Access Transformation bis hin zu Virtual Reality, Chatbots und Campus Apps. Doch nun wolle man die Chancen gemeinsam noch besser nutzen.
Rektor Jean-Marc Piveteau betonte: «Das Bildungssystem sowie die Forschung werden sich innert weniger Jahre massiv verändern.» Es gelte, Kompetenzen zu verbinden und transdisziplinäre Ansätze zu stärken.
Nach einem ersten allgemeinen Brainstorming zur Digitalisierung an der ZHAW, hatten 50 mutige Anwesende je 30 Sekunden Zeit, ihre Vorschläge vor dem Plenum zu pitchen. Danach setzten sich alle im Rahmen eines sogenannten Open Space in wechselnden Gruppenbesetzungen mit diesen Ideen intensiver auseinander und bewerteten sie abschliessend.
Zu den Vorschlägen mit den meisten Punkten gehörten eine attraktive und barrierefreie Gestaltung der E-Learning-Plattform Moodle und ein Studierenden-Portal. Ebenso fanden der Vorschlag eines «Hype-and-Trend-Labs» grossen Anklang, in dem neue Technologien erlebbar gemacht werden, ein Talent Pool für lebenslanges Lernen, eine Online-Studienberatung sowie ein Netzwerk zur Verbesserung digitaler Skills. Die Top Five der eingegangenen Vorschläge sollen neben weiteren strategischen Projekten umgesetzt werden.
Der Startschuss für die geplanten Massnahmen erfolgte gleich nach der gut dreistündigen Veranstaltung auf künstlerische Art: Das Performance-Duo ChrisPierre Labüsch liess eine 50 Kilogramm schwere Kugel mit einem Katapult auf eine Metalltafel mit dem ZHAW-Logo knallen. Der entstandene tiefe «Eindruck» ist sinnbildlich für den Impact, den die Initiative haben soll.
Auftakt mit Knalleffekt: (v. l.) Peter Büschlen vom Künstlerduo Chris ­Pierre Labüsch, Rektor Jean-Marc Piveteau und die Co-Leiter der Initiative ZHAW digital Thilo Stadelmann und Daniel Baumann.