Von der Qualitätsentwicklung zur Generalsekretärin der ZHAW

1. Dezember 2020
4/2020
Hochschulpolitik und Bildung haben ihren bisherigen beruflichen Lebensweg bestimmt. Dora Fitzli ist seit Juli neue Generalsekretärin der ZHAW. Nach zwei Jahren als Leiterin der Qualitätsentwicklung der ZHAW stellt sie sich einer neuen Herausforderung. Fitzli ist Nachfolgerin von Matthias Elmer, der Ende Juni in den Ruhestand trat. In ihrer Funktion unterstützt sie u.a. Rektor Jean-Marc Piveteau bei seinen Führungsaufgaben und ist verantwortlich für einen reibungslosen Ablauf der Geschäfte der Hochschulleitung.
«Eine Generalsekretärin ist wie eine Drehscheibe, die Menschen vernetzt und verlinkt»: Dora Fitzli.
Zu ihrer Abteilung gehören die Stabsstelle Diversity, das sogenannte Records Management, das die Archivierung geschäftsrelevanter Dokumente umfasst, und das Geschäftsprozess-Management. Das Generalsekretariat ist Kontaktstelle für den Verein der Studierenden Alias, den Absolvententag, Formula Student, das Higher Education Management (HEM) sowie für die Berufsbildungsstufe. Weiter engagiert sich Fitzli für die Plattform «BMFH», welche eine Brücke schlägt zwischen Zürcher Berufsmaturitätsschulen und den Hochschulen. «Eine Generalsekretärin ist wie eine Drehscheibe, die Menschen vernetzt und verlinkt», so Dora Fitzli.
Seit 20 Jahren bewegt sich die promovierte Biochemikerin im Bereich Hochschule und Bildung. Die Vermittlung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft prägte dabei die Arbeit der 50-Jährigen. Nach ihrem Start in die Berufswelt als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin für den ETH-Bereich war sie Wissenschafts- und Technologierätin an der Schweizerischen Botschaft in Washington D.C. und wissenschaftliche Beraterin im Staatssekretariat für Bildung und Forschung. Mit 40 Jahren machte sich Fitzli als Beraterin im Hochschul- und Forschungsbereich selbstständig. Danach trat sie eine Stelle als Senior Projektleiterin beim Beratungsunternehmen econcept an, wo sie bald als Partnerin und Bereichsleiterin Mandate im Bildungsbereich betreute.
Vor gut zwei Jahren wechselte sie zur ZHAW in die Abteilung Hochschulentwicklung des Rektorats. In dieser Zeit war sie als Leiterin Qualitätsentwicklung verantwortlich für die institutionelle Akkreditierung der ZHAW – ein Verfahren, das nach dem Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz die Voraussetzung dafür ist, dass sich die ZHAW Fachhochschule nennen darf und öffentlich-rechtlich beitragsberechtigt ist. Die Akkreditierung erfordert, dass die Hochschulen eigene Qualitätssicherungssysteme haben, und es wird anhand von 18 Standards geprüft, ob die Qualitätssicherung nach nationalen und internationalen Kriterien wirksam erfolgt. Eine Gutachtergruppe befragte an einer Vor-Ort-Visite im September während zweier Tage gut 110 Mitarbeitende und Studierende der ZHAW. Die Entscheidung des Schweizerischen Akkreditierungsrates wird vor Weihnachten erwartet.