Wie viel Platz braucht man zum Wohnen?

19. Juni 2019
2/2019
Ihr Mini-Haus «immergrün» haben sie selbst entwickelt und gebaut. Die ehemaligen ZHAW-Studierenden Florentina Gojani (Betriebsökonomie) und Alesch Wenger (Architektur) testen seit Oktober 2018 ihr mobiles 12-Quadratmeter-Daheim und bieten als «kollektiv winzig» Dienstleistungen rund um Kleinwohnformen an.
Der Trend zum Wohnen auf kleinem Fuss stammt aus Amerika und ist allmählich auch in Europa angelangt. Tiny Houses sind meist zwischen 10 und 55 Quadratmeter klein und sind oftmals auf Rädern montiert. Gojanis und Wengers Traumhäuschen bietet Arbeits- und Wohnraum für zwei Personen und beinhaltet Garderobe, Küche, Bad, Bett, einen Esstisch für fünf Personen, Wohn- & und Arbeitsnischen, Estrich, Keller, Haustechnik, Werkstatt und Reduit.
Florentina Gojani (Betriebsökonomie) und Alesch Wenger (Architektur) in ihrem mobilen 12-Quadratmeter-Daheim.
Sechs Monate dauerten die Planungsarbeiten, in sechs Monaten haben die beiden «immergrün» mit Hilfe selbst gebaut. Die Materialkosten beliefen sich auf rund 50'000 Franken. «Wir fragen uns immer wieder, was uns im Leben wichtig ist, und sind zum Schluss gekommen, dass Flexibilität ganz oben steht», sagen die Häuschenbesitzer. Der bisherige Test ergab, dass die beiden 90 Prozent weniger Energie benötigen, im Schnitt wöchentlich gemeinam 200 Liter Frischwasser verbrauchen statt 2000 Liter wie in der früheren Wohnung. Eine Solaranlage deckt den Strombedarf.

Wie sieht das Leben auf kleinem Fuss aus?