Was ist Ihre Motivation für die Forschung?

22. Juni 2021
2/2021
Julia Dratva, Professorin und Leiterin der Forschungsstelle Gesundheitswissenschaften | «Forschung bedeutet für mich Fragen, Lernen und so gemeinsam Verständnis und Lösungen zu entwickeln. Das ist spannend und macht mir Freude. Mein Themengebiet ‹Kinderund Jugend-Public-Health› wirft so viele wichtige Fragen auf, und mit meiner Arbeit kann ich einen Beitrag zur Bevölkerungsgesundheit leisten.»

Sigrid Haunberger, Professorin für Sozialmanagement | «Ich bin Sozialwissenschaftlerin und forsche unter anderem zu Fragen nach Qualität und Wirkung von sozialen Organisationen. Der Austausch zwischen Forschung und Praxis in angewandten Projekten ist für mich besonders gewinnbringend. Zukünftige Forschung wird darauf achten müssen, dass Wissen für alle zugänglich gemacht wird.»

Selina Grimm, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachstelle für Personal Finance & Wealth Mangagement | «Als neugieriger Mensch motiviert mich die kreative Denk- und Wissensarbeit. Mich fasziniert es, ein Problem zu lösen. Forschung ebnet den Weg dafür, dass auch Lösungen abseits bestehender Trampelpfade gefunden werden.»

Caroline Lehr, Dozentin am Institut für Übersetzen und Dolmetschen | «Mir macht es Spass, gesellschaftliche Entwicklungen wie die Digitalisierung zu untersuchen, zu begleiten und mitzugestalten. Im Moment interessiert uns, was menschliches Denken und Handeln im Vergleich zur Maschine auszeichnet. Wer Forschung betreibt, muss sich fragen, welche Themen einen positiven Beitrag leisten können für die Gegenwart – aber auch für die Zukunft. Das gefällt mir.»

Albena Björck, Dozentin Abteilung International Business | «Forschen bedeutet Entdecken mit Kreativität und Disziplin und ist eine Möglichkeit, Wissen zurückzugeben. Meine Themen sind praxisnah an der Schnittstelle zwischen Strategie und Kommunikation – international und interkulturell. Spannend finde ich Krisen und Veränderungen, bei denen eine extra Portion Dialog entscheidend ist.»

Stefan Fluck, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschungsschwerpunkt Meteorologie und Luftverkehr | «Mein Aufgabengebiet sind Stadtklimasimulationen. Mich treibt an, dass ich mithelfen kann, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern – heute und morgen. Praktische Lösungen für Probleme zu finden, das finde ich spannend.»

Philipp Dreesen, Professor am Institute of Language Competence | «Mich motiviert das Lösen komplexer Probleme. Die Sprache ist als Denk- und Handlungsinstrument fast immer als Problem und als Lösung involviert. Mit Blick in die uns zum Teil noch stark prägende Vergangenheit, die turbulente Gegenwart und die (digitale) Zukunft bleiben angesichts der Unmöglichkeit, auf Sprache zu verzichten, noch viele Forschungsaufgaben.»

Clara Weber, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kompetenzgruppe Betriebsökonomie und Human Resources | «Forschung ist für mich hochgradig sinnstiftend. Es ist schön, wie man sich über Wissenschaftsgrenzen hinweg nicht nur vernetzt und voneinander lernt, sondern sich auch gegenseitig herausfordert, um, zum Wohle aller, hohe Wissenschaftsstandards zu erreichen. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, in diesem Berufsfeld zu arbeiten.»

Dominik Robin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschungsstelle Gesundheitswissenschaften | «Schwerpunktmässig forsche ich als Soziologe im Bereich psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Manchmal mache ich mir Sorgen über die Zukunft, da immer mehr Junge davon betroffen sind und psychische Krankheiten gesellschaftlich noch immer stigmatisiert und oftmals zu wenig ernst genommen werden. Wenn wir mit einem Forschungsprojekt «Aufklärungsarbeit» leisten können, ist das für mich mehr als sinnvoll.»

Jennifer Sparr, Dozentin Institute for Organizational Viability | «Die zunehmende Komplexität der Arbeitswelt stellt eine Vielzahl von gegensätzlichen Anforderungen an Führungskräfte. Es ist für mich spannend und sinnvoll, Wege zu einem positiven Umgang mit diesen Paradoxen aufzuzeigen und mit meiner Forschung dazu beizutragen, kreatives Lernen, Resilienz und Nachhaltigkeit in Organisationen zu fördern.»

Valerio Stallone, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Institut für Marketing Management | «Forschen heisst für mich, Wissenslücken zu entdecken, zu füllen sowie Freude daran zu haben und zu vermitteln. Die Zusammenarbeit mit Praxispartnern ermöglicht es mir, mein Netzwerk zu pflegen beziehungsweise zu erweitern – all das bereichert meine Arbeit an der ZHAW ungemein.»

Rainer Gabriel, Dozent Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe | «In meiner Forschung an der ZHAW geht es fast immer um das Lösen konkreter Fragen, zum Beispiel: Wie können Flüchtlinge besser begleitet werden, damit sie irgendwann eine Stelle finden? Dieses Gefühl, ein bisschen zur Verbesserung der Gesellschaft beizutragen, motiviert mich jeden Tag aufs Neue.»  

Ran Wehrli, Wissenschaftlicher Assistent und Doktorand Fachgruppe Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie | «Ich sehe in der forschenden Tätigkeit eine von vielen Möglichkeiten, mich mit Phänomenen dieser Welt auseinanderzusetzen. In diesem Prozess miteinander um Erklärungsmodelle zu ringen und hieraus auch gemeinsame Entscheidungen zu treffen, fasziniert mich durchwegs.»  
Aufgezeichnet von Seraina Sattler