Imponieren, warnen oder tarnen

01.12.2020
4/2020
  • Dossier

Codes prägen das Leben der Menschen wie der Tiere. Mit Farben, Gebärden oder Tönen wird vielfältig kommuniziert. Eine Bildstrecke.

Codes prägen das Leben der Menschen wie der Tiere. Mit Farben, Gebärden oder Tönen wollen wir wie sie imponieren, turteln, warnen oder tarnen. Entschlüsselt sind noch längst nicht alle Signale. Dazu gehört zum Beispiel auch, weshalb Zebras Streifen haben. Es gibt verschiedene Theorien dazu, die von Tarnung über Kühlungseffekt und Verwirrung von Raubtieren bis hin zur Insektenschutz reichen. Nur die Sache mit dem Schutz vor Insekten konnte bisher in Experimenten untermauert werden. Die Plagegeister scheinen durch das Streifenmuster irritiert zu sein und haben entsprechend Mühe, einen Landeplatz auf dem Zebra zu lokalisieren.

Eindeutig geklärt ist bei den Gorillas die Frage nach dem Boss der Gruppe: Zu erkennen an der silbrig-grauen Fellfärbung, wird er «Silberrücken» genannt. Für diese Bildstrecke war Fotograf Conradin Frei im Zoo Zürich und fotografierte gelöste und ungelöste Rätsel. Vor die Kamera bekam er auch die farbenprächtigen Chamäleons. Mit ihrer raschen Farbänderung kommunizieren sie mit Artgenossen. So werden verschiedene Stimmungen angezeigt und Balzhandlungen unterstützt. Die Farbänderung wird aber auch beeeinflusst von klimatischen Faktoren. Zur Thermoregulation wird die Grundfärbung aufgehellt oder abgedunkelt.

«Look, but don’t touch! signalisieren die sich in bunten und grellen Farben präsentierenden Baumsteigerfrösche aus Süd- und Mittelamerika. Es handelt sich um eine Warnfärbung, denn viele dieser Frösche schützen sich mit potenten Hautgiften vor Fressfeinden.