Metamorphosen

30.11.2021
4/2021

Alle reden von Nachhaltigkeit. Eine klare Begriffsdefinition, gibt es nicht. Also kann jeder das Attribut für sich in Anspruch nehmen, auch jene, die nur ein grünes Deckmäntelchen überziehen. Was die ZHAW unter nachhaltiger Entwicklung versteht und wie sie sich dafür einsetzt, zeigt das aktuelle Hochschulmagazin.

Wie soll das Dossier heissen? Nachhaltige Entwicklung? Will das noch jemand lesen? Im Kreis der Kolleginnen und Kollegen waren wir uns da nicht so sicher, als wir über den Namen des Dossiers diskutierten. Gibt es nicht schon einen Ermüdungseffekt? So viel wird darüber geschrieben und gesprochen. Manche geben sich auch nur einen grünen Anstrich. Ein Kollege meinte schliesslich: «Dann schreiben wir halt:  Nachhaltigkeit nervt – warum wir trotzdem darüber reden müssen.» Andere Vorschläge waren: «Ideen, die nachhaltig nachhallen», «Zurück in die Zukunft» oder «Enkel­gerechtigkeit». Und dann lieferte unser Grafiker Till Martin den ungewöhnlichen Entwurf zum ­Titelbild – ein Sinnbild für nachhaltige Entwicklung schlechthin –, und so blieb es beim ursprünglichen Namen. In Anlehnung an die Metamor­phose einer Raupe zum Schmetterling befreit sich der Mensch aus der Verpuppung. Noch hängt er oder sie etwas zappelnd in der Luft, sucht nach Halt. Nach dem Cocooning in Zeiten der Pandemie wagen wir uns wieder heraus aus unserer kleinen Privatwelt, um drängende Herausforderungen anzugehen. Wie wir die Welt retten können, wissen wir aber nicht so genau. Ein «Weiter so!» geht nicht. Zurück will kaum jemand. Also brauchen wir etwas Neuartiges – so wie aus einer Raupe eben ein bunter Schmetterling wird. Nach solchen neuartigen Lösungen suchen Forschende an der ZHAW – auch mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Gerne hätten wir über alle berichtet. Mit den Vorschlägen für diese Ausgabe hätten wir locker drei Magazine gefüllt. Die Auswahl wurde zur Qual und ist willkürlich. Sollten Sie selbst eine nachhaltige Idee haben, dann nehmen Sie an unserem Wettbewerb teil. Viel Glück und eine nachhaltige Lektüre!

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