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«Watching the World»: Kunst und Forschung in einem Projekt

Das Projekt von Webcam-Künstler Kurt Caviezel und Helmut Grabner , Dozent am Institut für Datenanalyse und Prozessdesign der School of Engineering , erschafft mit Webcam-Bildern, die durch Künstliche Intelligenz kuratiert werden, eine Ausstellung, die das «Jetzt» der Welt zeigt. Für «Watching the World» dienen 10’000 öffentlich zugängliche Webcams und Überwachungskameras auf der ganzen Welt als Ausgangsmaterial – und es werden immer mehr. Im Schnitt senden diese alle 15 Minuten ein neues Bild. Die Besucherinnen und Besucher sehen auf der Projekt-Homepage eine sich ständig ändernde Live-Collage, geordnet in unterschiedlichen Kategorien. Als Forschungsprojekt bietet «Watching the World» für Studierende viele Ansatzpunkte für Bachelor- und Masterarbeiten. «Fast alle Themen im Bereich Data Science werden abgedeckt», erklärt Dozent Grabner. So stellen sich bei der Datenanalyse Fragen wie etwa: «Welche Bilder halten wir für interessant und welche nicht?»

Das Prinzip Auster: Ein Bio-Filter für Mikroplastik

Im Rahmen eines Projekts zur Reduktion von Mikroplastik am Departement Life Sciences und Facility Management hat die Fachgruppe Funktionsmaterialien und Nanotechnologie einen Filter entwickelt, um Gewässer von Mikroplastik zu befreien. Dabei setzten sie auf hochporöse flexible Nanofaser-Schwämme – hergestellt aus dem biologisch abbaubaren Biomaterial Chitosan, das unter anderem in den Schalen von Krustentieren vorkommt und als Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie anfällt. Im «Austern-Betrieb» gelang es, Mikroplastik um 80 Prozent zu reduzieren, als klassischer Tiefenfilter erzielte der Schwamm über 99 Prozent Reinigungswirkung. Der Filter sollte möglichst nahe an der Quelle von Mikroplastik zum Einsatz kommen. Also bereits in der Waschmaschine oder auch zur Reinigung von Meteorwasser aus Kunstrasen-Sportplätzen. In der Arbeitsgruppe selbst wird das Spektrum möglicher Biopolymere erweitert, wie zum Beispiel mit Zein – einem Nebenprodukt der Bioethanol-Produktion. Im Video filtern Austern Flusswasser im Zeitraffer. Das Forschungsprojekt ist Teil des übergreifenden BIOMAT-Projekts an der ZHAW in Wädenswil, das unter anderem zum Ziel hat, verschiedene nachhaltige biobasierte Materialien und Prozesse zu entwickeln, um fossilbasierte Pendants zu ersetzen. Zum einen werden dabei Biomaterialien aus Nebenprodukten der Agrar- und Lebensmittelindustrie hergestellt. Zum anderen werden grüne Technologien wie die Kultivierung von Mikroalgen zur Herstellung von Biomaterialien verwendet. Darüber hinaus werden Prozesse entwickelt, um solche Biomaterialien in wertvolle Produkte mit definierter Anwendung umzusetzen.

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