Menü
Logo Logo
  • DE
  • EN
  • Dossier 1
  • Editorial 1
  • Main Topic 1
  • Panorama 1
  • Patricia Faller 3
  • 4/2020 3
Aktive Filter: Autor: Patricia Faller Ausgabe: 4/2020 Alle Filter entfernen
Es wurden 3 Ergebnisse in 1 Millisekunden gefunden. Zeige Ergebnisse 1 bis 3 von 3.
  • 1
Ergebnisse pro Seite:

Von Datensalat und Blattsalat

Rohkost ist gesund, bekommt man schon als Kind gesagt. Vitamine und Ballaststoffe aus Karotten, Gurken, Kräutern oder Salaten gelten als wichtig für eine ausgewogene Ernährung. Dass Rohkost aber auch krank machen kann, wissen vor allem Reisende, die an Orten unterwegs sind, an denen gute Hygienemassnahmen Fehlanzeige sind. Einschlägige Ratgeber empfehlen dort, nur gekochte Speisen zu essen. In Erinnerung geblieben ist ebenso der Sprossenskandal, bei dem in Deutschland, vor einigen Jahren viele Konsumentinnen und Konsumenten an EHEC-Bakterien (Enterohämorrhagischen-Escherichia-coli-Bakterien) erkrankten. «Mittlerweile ist es eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Humanpathogene in Pflanzen überleben können», sagt Moritz Kaufmann. Der Doktorand in der Forschungsgruppe Umweltgenomik und Systembiologie der ZHAW in Wädenswil forscht daran, wie man Pflanzen widerstandsfähiger machen kann gegen Keime, die Menschen krank machen können. Er arbeitet dabei nicht etwa auf dem Acker, im Gewächshaus oder im Labor, sondern jongliert am Computer mit Statistikprogrammen und Programmiersprachen. Data Science ist auch bei den Biowissenschaften auf dem Vormarsch. Seine Aufgabe umschreibt der 30-Jährige dabei so: «Bisher weiss man, dass die Anreicherung der Böden mit Chitin gute Wirkung zeigt. Wir wollen jetzt herausfinden, weshalb das so ist und welche Mechanismen da ablaufen.» Chitin ist ein Polysaccharid, das vor allem in Pilzen oder Insektenkörpern vorkommt, und es ist das zweithäufigste Molekül der Erde. Ursprünglich für die Verbesserung der Bodenqualität und des Pflanzenwachstums im Einsatz, zeigte sich, dass die Pflanzen durch die Zugabe von Chitin auch weniger anfällig waren für Keime, die Menschen gefährlich werden können. «Auch bei Life Sciences fallen immer mehr Daten an – ohne Data Science ginge nichts.» Joël Pothier, Forschungsgruppe Umweltgenomik und Systembiologie Die Arbeit des Doktoranden, der bereits in der Industrie als Data Scientist Erfahrungen gesammelt hat, ist Teil eines internationalen, vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts der Universitäten Zürich und Gent und der ZHAW . Als Untersuchungsobjekt dient Blattsalat, der wegen der günstigen feuchten Bedingungen zwischen den Blättern eine besonders anfällige Kulturpflanze ist. Als Modellkeim wurde angesichts der hohen Zahl von Krankheitsausbrüchen im Zusammenhang mit Frischprodukten Salmonella gewählt. «Bei den Feldversuchen und DNA-Sequenzierungen fallen grosse Datenmengen an», erklärt Kaufmanns Betreuer Joël Pothier , wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Umweltgenomik und Systembiologie. Kaufmann bringt Ordnung in den Datensalat und überprüft die Versatzstücke anhand verschiedener Hypothesen: «Eine davon ist, dass Chitin von den Bodenbakterien abgebaut wird und die Pflanzen damit mehr Nährstoffe zur Verfügung haben, was sie widerstandsfähiger macht.» «Man könnte dann mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, wann der Salat für den Verzehr geeignet ist.» Moritz Kaufmann, Doktorand Ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge würde bessere Vorhersagen erlauben, führt Moritz Kaufmann aus. «Man könnte dann zum Beispiel mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, wann der Salat für den Verzehr geeignet ist.» Dies wäre ein grosser Fortschritt für die Lebensmittelsicherheit, und Rohkost wäre morgen noch gesünder als heute. Patricia Faller

Verstehen und verschlüsseln

Sprache, Genom, Code of Conduct, Algorithmen ... Codes prägen unsere Welt. Wie gehen wir damit um? Was sind die Herausforderungen? Wie viel Wahrheit liegt im Code? Wie viel Willkür? Wie erfolgt die Übersetzung von einem Code in den anderen? Codes haben auch etwas Geheimnisvolles. Codes will man knacken. Digitalisierung, Energiewende, Gesundheitsförderung oder gesellschaftliche Integration können nur gelingen, wenn die Bevölkerung die Botschaften der Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Wissenschaft versteht. «Codes» heisst unser aktuelles Dossier. Ein facettenreiches Thema über das Spannungsfeld Mensch, Natur und Digitalisierung. Codes helfen, zu verstehen und zu verschlüsseln. In einer Bildstrecke hat Illustrator Till Martin eine Auswahl aus dem grossen Spektrum zusammengestellt. Sie reicht von Sprachcodes über Programmiercodes bis hin zu sozialen Codes. Lassen Sie sich inspirieren, vielleicht mal wieder einen neuen Code zu lernen. Falls Sie schon immer mal wissen wollten, was Codes auf Mongolisch heisst, dann schauen Sie dort einfach nach. Geknackt sind längst nicht alle Codes. Häufig geben auch Verhaltenscodes aus der Tierwelt Rätsel auf. Falls es Sie interessiert, weshalb Zebras Streifen haben, lautet die Antwort: Das ist nicht restlos geklärt. Fotograf Conradin Frei hat ein besonders schönes Exemplar für unsere Fotostrecke festgehalten sowie viele andere Situationen farbenfroher Kommunikation und Gebärden. Dafür war er im Zoo Zürich unterwegs. Viel Spass beim Entschlüsseln unserer Botschaften! Patricia Faller

Wettbewerb: Die Gewinner sind …

Gross war die Resonanz auf unseren Jubiläumswettbewerb «Wünsch dir was!». 210 Teilnehmende stimmten für ihre Wunschgeschichte und wollten gewinnen. Das Resultat war knapp. Das Rennen machte mit 119 Stimmen das Center da Capricorns in Wergenstein, die Aussenstelle der ZHAW in Graubünden. Lesen Sie also in der Dezember-Ausgabe (erscheint am 2. Dezember), wie die ZHAW Lösungen für nachhaltigen regionalen Tourismus erforscht und umsetzt. Unter allen Einsendungen hat unsere Glücksfee mittels Zufallsgenerator die Gewinner ausgewählt. Den 1. Preis , eine Nacht im Hotel «Capricorns» in Wergenstein, gewinnt Lilian Nutz aus Lippoldswilen . «Das sind ja mal erfreuliche Nachrichten», war ihre Reaktion auf unsere Glückwunsch-Mail. Mit der ZHAW verbindet sie das Interesse an Naturwissenschaften: Sie ist begeisterte Besucherin der «Nacht der Technik», für die sie mit ihrer Familie wenn immer möglich an die ZHAW kommt. Und ihr Sohn ist Mitglied im Mint-Club der ZHAW School of Engineering, der Kindern und Jugendlichen Naturwissenschaften näherbringt. Der 2. Preis , eine Flasche ZHAW-Wein, geht an Viktor Wagner aus Flawil . Auch hier war die Freude gross: «Dass ich Wein gewinne, freut mich natürlich besonders», schrieb uns der «Impact»-Leser. Denn für die offizielle Diplomfeier seines Jahrgangs organisierte der Maschineningenieur-Absolvent der ZHAW (damals noch Technikum Winterthur) den Diplom-Klassenwein. Das war vor über einem Vierteljahrhundert, wie er verrät, und nicht nur das: «Ich habe übrigens noch zwei Flaschen vom damaligen Pinot noir im Keller (Weinjahrgang 1990).» Der 3. Preis war ebenfalls eine Flasche ZHAW-Wein, dessen Gewinner nicht genannt werden möchte. Wir gratulieren herzlich! Und allen nochmals vielen Dank für die rege Teilnahme an unserem Jubiläumswettbewerb in unserer 50. Ausgabe. Patricia Faller

  • 1
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Netiquette
  • Cookies
© ZHAW
  • Home

  • Rubriken

    • Editorial

      Vorwort der Chefredaktion

    • Alumni

      Was ZHAW-Absolventinnen und -Absolventen heute machen

    • Menschen

      Wir schauen Forschenden und Dozierenden über die Schulter

    • Dossier

      Das Schwerpunktthema jeder Ausgabe

    • Forschung

      Neues aus der ZHAW-Forschung

    • Studium

      Einblick in Studienangebote

    • Interview

      Fachleute diskutieren

    • Spotlight

      Umfragen zu den Schwerpunktthemen

    • Meinung

      Standpunkte von ZHAW-Angehörigen

    • Panorama

      Vermischtes aus dem Campusleben

    • Perspektivenwechsel

      Blick nach aussen und von aussen auf die ZHAW

    • Abschlussarbeiten

      Bachelor- und Masterarbeiten im Kurzporträt

  • Suche

  • Archiv

  • Vorherige Ausgabe

  • Über das ZHAW-Impact und die ZHAW

Schliessen