Ihr Energiespeicher soll wie ein Handwärmer funktionieren

20.06.2023
2/2023

Die Gründung steht noch bevor: SeasonCell will einen Energiespeicher für Wohnhäuser entwickeln. Noch sind die Gründerin und die vier Gründer auf Finanzierungssuche.

Noch befindet sich dieses junge Energie-Startup ganz am Anfang: ZHAW-Masterstudentin Selina Pfyffer steht zusammen mit Simon In-Albon, Janis Perren, Tim Zgraggen und Raphael Moretti, vier Studenten der Hochschule Luzern, vor der Gründung von SeasonCell. Ihre Idee: ein Energiespeicher für Wohnhäuser, der im Sommer überschüssige Energie aus erneuerbaren Energiequellen wie beispielsweise Photovoltaik speichern kann, um sie im Winter je nach Bedarf an die Heizung abzugeben.

«Uns war sehr wichtig, dass wir ein Projekt lancieren, das einen Impact auf die nationale Energiestrategie hat – das war für uns die Voraussetzung für ein Startup.»

Selina Pfyffer, Masterstudentin und wissenschaftliche Assistentin am Institut für Energiesysteme und Fluid-Engineering

Das Prinzip hinter dem Speichermodell ist denkbar einfach und dürfte vielen bekannt vorkommen: Vorbild dafür sind die kleinen Handwärmer-Kissen, wie man sie etwa beim Skifahren dabeihat. Knickt man ein kleines Metallplättchen um, kristallisiert das darin enthaltene Phasenwechselmaterial, wird fest und gibt Wärme ab. Der Vorgang lässt sich durch eine erneute Erwärmung des Materials, das dabei wieder flüssig wird, beliebig oft wiederholen. Die daraus gewonnene Wärme kann dann in eine Heizanlage eingespeist werden.

Die Idee zu SeasonCell entstand im Sommer 2022 bei gemeinsamen Masterkursen der fünf Studierenden auf der Suche nach einem Forschungsthema für ihre Masterarbeit. «Uns war sehr wichtig, dass wir ein Projekt lancieren, das einen Impact auf die nationale Energiestrategie des Bundes hat – das war für uns die Voraussetzung für ein Startup», erklärt Selina Pfyffer.

Bevor die Gründung von SeasonCell angegangen werden soll, sind die Entrepreneurin und die vier Entrepreneure auf Finanzierungssuche. «Wir haben schon verschiedene Eingaben gemacht, unter anderem haben wir uns bei der Gebert Rüf Stiftung beworben und haben in der finalen Runde des Zukunftspreises der Luzerner Kantonalbank den zweiten Platz geholt, mit einem Förderbeitrag von 50’000 Franken», so Pfyffer, die neben ihrem Masterstudium als wissenschaftliche Assistentin am ZHAW-Institut für Energiesysteme und Fluid-Engineering (IEFE) arbeitet.

Dank der Entrepreneurship Initiative der School of Engineering wird das Startup durch Mentor Andreas Witzig, Leiter des Institute of Computational Physics (ICP), unterstützt: «Andreas Witzig berät mich aktuell vor allem bei rechtlichen Fragen rund um Verträge, gleichzeitig hilft er uns aber auch mit seinem Know-how bei den unterschiedlichen Finanzierungseingaben», sagt Selina Pfyffer und hofft, dass diese möglichst erfolgreich verlaufen, damit der offiziellen Gründung von SeasonCell nichts mehr im Wege steht.

1 Kommentar

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  • W

    Walter Heckendorn
    03.07.2023, 11.59
    Sehr interessante Idee. Gratulation. Falls sie einen Newsletter aufsetzen, um über die Entwicklung und den Fortschritt zu berichten, können Sie mich gerne aufnehmen.