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Contact Tracing: Eine Vertrauensfrage

Es war April und die Schweizer Corona-Kurve flachte langsam ab, als die ZHAW School of Management and Law eine Studie zur geplanten SwissCovid-App lancierte. In den Wochen davor wurde in und ausserhalb der Schweiz viel über die sogenannten Tracing-Apps diskutiert. Die Meinungen gingen weit auseinander. Manche warnten vor dem Ausbau eines neuen Überwachungsstaats, andere betonten die Wichtigkeit einer konsequenten Rückverfolgung von Ansteckungsketten. «Uns hat interessiert, wie sehr die Bevölkerung der App vertraut», sagt Nico Ebert, Dozent am Institut für Wirtschaftsinformatik . Er hat die Studie gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Widmer vom Zentrum für Sozialrecht realisiert. «Die SwissCovid-App ist in Sachen Datenschutz gut durchdacht und bietet kaum Angriffsflächen.» Nico Ebert Nico Ebert befasst sich in seiner Arbeit vertieft mit Datenschutz und hatte sich in den Wochen davor das Design der App genau angeschaut. «Die SwissCovid-App ist in Sachen Datenschutz bis ins Detail durchdacht und bietet kaum Angriffsflächen für Missbrauch. Eine hinsichtlich Datenschutz sicherere Lösung kann ich mir kaum vorstellen», sagt Ebert. Er wollte wissen, ob dieses Design das Vertrauen der Bevölkerung stärkt. Grundlage der Befragung war eine App, die keine Standort- und Bewegungsdaten erfasst und bei der alle Daten dezentral gespeichert werden. Eine App, wie sie die ETH Lausanne und die ETH Zürich in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Unternehmen Ubique entwickelt haben. An der Umfrage beteiligten sich rund 2000 Personen aus allen Landesteilen.Was Nico Ebert und Michael Widmer herausgefunden haben, scheint auf den ersten Blick widersprüchlich: 68 Prozent gaben an, die App auf jeden Fall oder wahrscheinlich zu installieren. Als Gründe nannten die Befragten vor allem das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Allgemeinheit und den Schutz von Familie und Freunden. Zugleich befürchteten 40 Prozent der Befragten, der Staat könnte die App als Vorwand nutzen, um die Bevölkerung stärker zu überwachen. «Einige formulierten dabei auch ganz grundsätzliches Misstrauen gegenüber dem Staat und den Behörden», so Ebert. 40 Prozent der befragten Personen befürchteten, dass die App nicht richtig funktioniere und beispielsweise Fehlalarme auslöse. Ein knappes Drittel sorgte sich, dass ihr Smartphone leichter gehackt werden könnte. «Trotz der grundsätzlich grossen Akzeptanz gibt es in der Bevölkerung offenbar einige Bedenken. Selbst gegenüber einer App wie dieser, die keine Standort- und Bewegungsdaten erfasst», sagt Nico Ebert. Dieses Resultat habe ihn überrascht. Wenige Wochen zuvor hatte ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Oxford University in mehreren europäischen Staaten eine Studie mit fast identischer Fragestellung durchgeführt und stiess dabei etwa auf dieselben Zustimmungen. Obwohl sich das geplante Design der Apps im Ausland zu jenem Zeitpunkt noch deutlich von der Schweizer Version unterschied. «Das Vertrauen in die App hängt offenbar von verschiedenen Faktoren ab. Das technische Design ist bei der Bewertung nur ein Faktor nebst weiteren.» Er halte es deshalb für zentral, bei der Einführung der App auf die Sorgen in der Bevölkerung einzugehen. «Es braucht Transparenz über die genaue Funktionsweise und über Massnahmen zur Wahrung des Datenschutzes.» Die ETH Lausanne und Zürich haben mit ihrem Protokoll namens DP-3T eine Lösung entwickelt, die mittlerweile von anderen Ländern übernommen wird. Dabei bleiben alle Informationen, welche Personen sich wann und wo getroffen haben, dezentral auf den einzelnen Smartphones gespeichert. Nach zwei Wochen werden alle Kontakte wieder gelöscht. Die App steht in den klassischen App-Stores als Download zur Verfügung. Kurz erklärt, funktioniert die SwissCovid-App so: Befinden sich zwei Smartphones in weniger als zwei Meter Abstand für mehr als 15 Minuten, wird dieser Kontakt auf beiden Geräten anonym gespeichert. Voraussetzung ist, dass beide Geräte die App installiert und Bluetooth aktiviert haben. Die App soll erkennen, wenn beispielsweise eine Wand zwischen den Geräten steht, Plexiglasscheiben hingegen erkennt sie nicht. Nutzer können die App aber jederzeit deaktivieren. Wird nun eine Person positiv auf das Coronavirus getestet, erhält sie vom kantonsärztlichen Dienst einen sogenannten Covid-Code. Diesen kann sie in ihrer App eingeben, worauf ein zentraler Server alle Nutzer benachrichtigt. Die einzelnen Apps gleichen den Code der erkrankten Person nun selbstständig mit den aufgezeichneten Kontakten ab und lösen gegebenenfalls Alarm aus. Nutzerinnen und Nutzer, welche von der SwissCovid App über einen Kontakt mit einer infizierten Person benachrichtigt werden, können selbst entscheiden, wie sie darauf reagieren. Die App zeigt die Telefonnummer einer Infoline an, bei der Betroffene anonym weitere Informationen erhalten. Die Applikation empfiehlt weiterhin, bei Auftreten von Symptomen den Coronavirus-Check im Internet zu machen oder medizinischen Rat einzuholen und sich in freiwillige Quarantäne zu begeben. Wird die Isolation vom Arzt oder durch die kantonalen Behörden angeordnet, ist auch die Lohnfortzahlung gewährleistet. Herausgeber der App ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dieses bemüht sich, die Bevölkerung über die Funktionsweise der App aufzuklären. Anfang Juni lud das BAG zu einem Medien-Hintergrundgespräch ein. Wie der Kommunikationschef Gregor Lüthy sagt, plant der Bund zum Start der App eine breite Informationskampagne, die auch die Sicherheits- und Datenschutzthematiken aufgreift. «Es wird sich zeigen, ob trotz tiefer Fallzahlen ausreichend Personen die App installieren werden.» Marcel Salathé Die App sehen die Verantwortlichen als wichtige Ergänzung zu den kantonsärztlichen Abklärungen und Nachverfolgungen von Infektionsketten, wie sie bereits bisher stattfinden. «Dabei wird sich zeigen, ob trotz tiefer Fallzahlen ausreichend Personen die App installieren werden», sagt Marcel Salathé, Epidemiologe an der ETH Lausanne und Mitglied Science Task Force digitale Epidemiologie, im Rahmen des Hintergrundgesprächs. Ob es dem Bundesamt für Gesundheit gelingt, einen ausreichend grossen Bevölkerungsteil zu überzeugen, zeigt sich in den kommenden Wochen. Es wird zu einer Frage des Vertrauens: in die App und die Behörden. Simon Jäggi

Phagen – die «guten» Viren

Einst galten Antibiotika als Wunderwaffe im Kampf gegen schädliche Bakterien. Auch in der Landwirtschaft kommen die Antibiotika bis heute in grossen Mengen zum Einsatz. Doch seit einigen Jahren nimmt die Zahl von antibiotikaresistenten Bakterien explosionsartig zu. Jedes Jahr sterben gemäss WHO mehr als 700‘000 Menschen an resistenten Keimen. In Viehzuchtbetrieben, Abwässern und Krankenhäusern tauchen immer neue resistente Mikroorganismen auf. ForscherInnen weltweit suchen fieberhaft nach neuen Waffen im Kampf gegen Bakterien. Besonders grosse Hoffnung setzen sie auf Viren, sogenannte Bakteriophagen. An der ZHAW leitet Professor Lars Fieseler mehrere Forschungsprojekte zu Bakteriophagen. «Die Zunahme von Resistenzen ist dramatisch», sagt er. Fieseler ist Lebensmittelmikrobiologe. Er leitet an der ZHAW das Zentrum für Lebensmittelsicherheit und Qualitätsmanagement sowie die Forschungsgruppe Lebensmittelmikrobiologie. «Bakteriophagen», sagt Fieseler, «haben ein enormes Potenzial in der Bekämpfung von Bakterien, das bis heute noch kaum zum Einsatz kommt.» Bakteriophagen sind bestimmte Gruppen von Viren, die auf Bakterien als Wirtszellen spezialisiert sind und diese zur eigenen Vermehrung zerstören. Das will sich die Wissenschaft zunutze machen und so neue Mittel im Kampf gegen Bakterien entwickeln. An der ZHAW laufen unter Leitung von Lars Fieseler zurzeit vier Forschungsprojekte zu Bakteriophagen, das grösste trägt den Titel «PhageFire». Im Fokus steht dabei das Bakterium Erwinia amylovora , Erreger des unter Obstbauern gefürchteten Feuerbrands. Die mehrere hundert Jahre alte Pflanzenkrankheit hat sich mit der Globalisierung weltweit ausgebreitet und lässt befallene Pflanzen innerhalb kurzer Zeit vertrocknen. «Bauern setzten dagegen seit vielen Jahre verbreitet Antibiotika ein», sagt Fieseler. «Aufgrund der zunehmenden Resistenzen haben inzwischen zahlreiche Staaten diese Anwendung verboten. Bakteriophagen könnten diese Aufgabe in Zukunft übernehmen.» Das Projekt ist eine Zusammenarbeit eines internationalen Konsortiums von Kernobstproduzenten und Forschungsunternehmen, finanziert wird es durch das EU-Forschungsprogramm Horizon 2020. «Unser Auftrag ist es, bis in zwei Jahren einen Phagen-Cocktail zu entwickeln, den Obstbauern gegen die Feuerbrand-Erreger einsetzen können», sagt Lars Fieseler. Das Potenzial von Phagen entdeckten Forschende bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aufgrund der zeitgleich aufkommenden Antibiotika blieb das Interesse in Westeuropa und den USA klein. Insbesondere in Teilen der Sowjetunion, wo Antibiotika rar waren, wurde später intensiv zu Phagen geforscht. Infolge der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen ist seit einigen Jahren in weiten Teilen der Welt ein neues Interesse an Phagen erwacht. Lars Fieseler spricht von einem «Phagen-Boom». Nicht nur die Wissenschaft, auch immer mehr Start-up-Unternehmen widmen sich den kleinen Bakterien-Killern. Bakteriophagen sind kleine Nanokraftwerke, sie gelten als die komplexesten Viren überhaupt. Zur Vermehrung docken sie an den Wirtsbakterien an und durchdringen deren Zellwand. Mittels eines Prozesses, zu dessen genauerem Verständnis die ZHAW ebenfalls forscht, gibt der Phage seine DNA in das Bakterium ab. Dort vermehrt sich der Phage, zerstört dabei das Bakterium und vervielfacht sich um das Fünfzigfache. Dabei sind Bakteriophagen hoch spezifisch, das heisst, ein Phage braucht zur Vermehrung immer eine ganz bestimmte Bakterienart. Im Gegensatz zu Antibiotika können Phagen somit zielgenau zur Bekämpfung von Bakterien eingesetzt werden. «Die Spezifität ist Chance und grosse Herausforderung zugleich», sagt Lars Fieseler. Die Suche und Bestimmung der jeweils passenden Phagen ist für die Wissenschaftler, wie etwa im Fall des Feuerbrand-Erregers, mit grossem Aufwand verbunden. Die Gewinnung der Phagen erfolgt im Feld, dort, wo auch die jeweiligen Wirtbakterien vorhanden sind. MitarbeiterInnen aus dem Team von Lars Fieseler besuchen Kernobstplantagen, in denen der Feuerbrand sich ausbreitet, und entnehmen Bodenproben. Im Labor züchten sie dann Phagenkulturen heran, die sie mit den jeweiligen Bakterien nähren. In verschiedenen Zwischenschritten werden die einzelnen Phagentypen isoliert und schliesslich ihr Genom sequenziert. In weiteren Projekten forscht Fieseler mit seinem zwölfköpfigen Team zu einem Phagen-Puder für den Einsatz in Lebensmitteln und zu Phagen, mit denen das Darmbakterium E. coli bekämpft werden kann. Grundsätzlich einsetzbar sind Phagen überall dort, wo Bakterien die Gesundheit der Menschen gefährden. Im Bereich der Lebensmittel haben die Behörden in den USA bereits verschiedene Phagen zur Anwendung zugelassen. Die Behörden in der EU sind dabei deutlich restriktiver. In der Schweiz ist der Einsatz eines bestimmten Bakteriophagen für die Käseproduktion bewilligt. Grosses Potenzial besteht auch im Bereich der Medizin, wie die Erfahrungen aus Osteuropa zeigen. Etwa bei der Bekämpfung von Lungenkrankheiten, Entzündungen des Knochenmarks oder der Hirnhaut. Auch in der EU und den USA wurde der Einsatz von Phagen in Einzelfällen bereits mit Erfolg bewilligt. Für eine breite medizinische Zulassung sind die Hürden jedoch deutlich höher, wie Sabina Gerber sagt. Sie ist Leiterin der Fachstelle Biochemie und Bioanalytik an der ZHAW und forscht ebenfalls zu Phagen. «Wir wollen die Funktionsweise der Phagen bis ins kleinste Detail verstehen.» In Zusammenarbeit mit Lars Fieseler untersucht sie den molekularen Aufbau und den Infektionsprozess der Phagen. Im Fokus steht dabei der sogenannte Schwanzsporn der Phagen, ein komplexes Konstrukt aus Proteinen, mit denen ein Phage am Bakterium andockt und das der Wissenschaft noch einige Fragen aufgibt. Eine der grössten Herausforderungen für einen verbreiteten Einsatz von Phagen wird es sein, das Vertrauen der Gesellschaft zu gewinnen, sind sich Lars Fieseler und Sabina Gerber einig. Denn momentan haben Viren keinen besonders guten Ruf. Das könnte sich schon bald ändern. Simon Jäggi

Besser leben an der Strasse

Pizzakurier, Hörzentrum, Zoohandlung reihen sich entlang der Hauptstrasse. Dazwischen ein paar Rabatten, Pflastersteine, Strassenlaternen. Das moderne Stadtzentrum von Bülach sieht aus wie das von vielen weiteren Kleinstädten im Schweizer Mittelland. Dreistöckige Gebäude aus den siebziger Jahren dominieren das Strassenbild, in den Erdgeschossen behaupten sich ein paar Detailhändler und Dienstleister. Der Verkehr rauscht vorbei. Es ist kein Ort, um sich wohlzufühlen. Bülach liegt im unteren Glatttal. Die ältesten Siedlungsspuren stammen aus dem 6. Jahrhundert. Seither hat sich viel verändert. An einer überregionalen Handelsstrasse gelegen, blieb der Ort lange ländlich geprägt. Die Menschen lebten vom Ackerbau und der Weinproduktion. Industrie siedelte sich nur zögerlich an. In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts zählte die Stadt noch 4600 Einwohner, dann nahmen die Einwohnerzahlen und Bautätigkeiten explosionsartig zu. 1963 zählte die Stadt 10'000 Einwohner, seither hat sich deren Zahl nochmals verdoppelt. Bülach und viele weitere Städte stellt das anhaltende Wachstum vor Herausforderungen. Es bedeutet vor allem eines: Die Städte müssen verdichten. Peter Jenni ist Architekt und Dozent am Institut Urban Landscape der ZHAW. Er beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit Fragen der Planung und Gestaltung von städtischen Räumen. «Dabei habe ich immer wieder festgestellt, dass die Räume rund um die Hauptverkehrsachsen städtebaulich vernachlässigt werden.» Dabei bestehe rund um die Verkehrsachsen ein grosses Potenzial für eine Verdichtung. Die Räume sind in der Regel sehr gut erschlossen und oft nur unzusammenhängend bebaut. Dort wohnen möchten jedoch nur wenige. «Dabei gäbe es Möglichkeiten, wie diese Gebiete lebenswert gestaltet werden können.» «Wir wollen zusammen mit Studierenden herausfinden, wie sich Wohn- und Lebensqualität entlang von Hauptstrassen auszeichnen und wie diese verbessert werden können.» Peter Jenni, ZHAW-Dozent Wie diese wenig attraktiven Räume aufgewertet werden können? Das will Peter Jenni in einem aktuellen Forschungsprojekt untersuchen. Titel: «Städtebauliche Entwicklung entlang von Hauptstrassen.» Er leitet es gemeinsam mit seiner Kollegin Regula Iseli, Leiterin des Instituts Urban Landscape. «Wir wollen zusammen mit Studierenden herausfinden, wie sich Wohn- und Lebensqualität entlang von Hauptstrassen auszeichnen und wie diese verbessert werden können», sagt Peter Jenni. Dazu arbeitet das Forschungsteam eng mit verschiedenen Gemeinden zusammen, die das Forschungsprojekt auch finanziell unterstützen. Allen voran mit Bülach. In einer ersten Phase haben Architekturstudierende der ZHAW während mehrerer Monate die Situation entlang den viel befahrenen Strassen Zürcher- und Schaffhauserstrasse in Bülach untersucht. Auf ihren Analysen aufbauend, projektierten sie neue Wohn- und Gewerbebauten, die einen Bezug zum öffentlichen Stadtraum herstellen. Sie entwarfen öffentliche Plätze, verbreiterten Trottoirs, setzten Bäume, schufen Freiräume für die Bevölkerung. «Es gibt keine absoluten Grössen und keine einfachen Rezepte», sagt Peter Jenni. Am Beispiel von Bülach konnten die Studierenden jedoch klar aufzeigen, in welche Richtung die Planung gehen könnte: die Aussenbereiche von Gebäuden als Begegnungszonen gestalten, Erdgeschosse so bauen, dass sie für Dienstleister, Geschäfte und Kunden gleichermassen attraktiv sind. Öffentliche Räume werden in einem Zusammenspiel von Alt- und Neubauten räumlich gefasst. Kleinere Wege und Strassen erschliessen das Quartier in der Tiefe und schaffen Zugänge zu Grünflächen und Erholungsräumen. Auch mit der eigentlich grössten Herausforderung im Bereich von Hauptstrassen haben sich die Studierenden auseinandergesetzt: mit dem Verkehrslärm. «Eine mögliche Massnahme besteht darin, dass Schlafzimmer auf den Rückseiten der Gebäude angeordnet werden», sagt Peter Jenni. Auch gezielte Bepflanzungen können zu einer Reduktion des Verkehrslärms beitragen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, direkt bei der Quelle anzusetzen. «Geschwindigkeitsreduzierungen haben einen sehr positiven Einfluss auf den Lärm», sagt Jenni. Auch schallschluckende Beläge und Verbesserungen bei den Fahrzeugen können zu leiseren Strassen beitragen. «Das ist am Ende auch eine politische Aufgabe.» Ganz verschwinden wird der Lärm nicht. Die Frage sei vielmehr, wie er reduziert und ein besserer Umgang damit gefunden werden kann. «Für uns ist das Projekt eine Chance. Die ZHAW hat uns bereits spannende Denkansätze geliefert.» Hanspeter Lienhart, Stadtrat Aufseiten der Gemeinde Bülach stösst die Zusammenarbeit mit der ZHAW auf grosses Interesse. Hanspeter Lienhart ist als Stadtrat verantwortlich für das Ressort Planung und Bau. Er koordiniert die Zusammenarbeit mit der Hochschule. «Für uns ist das Forschungsprojekt eine Chance», sagt Lienhart. Die Stadt müsse in den kommenden Jahren weiteren Wohnraum schaffen. Bauen auf der grünen Wiese sei politisch nicht gewollt und mit dem neuen Raumplanungsgesetz auch gesetzlich kaum noch möglich. «Was bleibt, ist die innere Verdichtung.» Am meisten Potenzial bestehe entlang den Achsen des öffentlichen Verkehrs. «Die ZHAW hat uns bereits spannende Denkansätze geliefert, und wir sind gespannt auf die weiteren Vorschläge.» In den nächsten zwei Jahren wollen Peter Jenni und Regula Iseli das Forschungsprojekt auf zusätzliche Gemeinden ausweiten und mit Studierenden weitere Untersuchungen durchführen. Winterthur hat bereits eine Zusammenarbeit zugesagt. Aufbauend auf diesen Fallstudien, möchte Peter Jenni gemeinsam mit einer Baujuristin und den Partnern innovative Planungsinstrumente und -prozesse entwickeln, mit deren Hilfe die Innenstädte aufgewertet werden können. «Möglicherweise werden dafür auch Anpassungen der Planungsgesetze nötig sein.» Die Erkenntnisse des Projektes wollen die Verantwortlichen nach Abschluss mit Unterstützung von Verbänden in Fachpublikationen öffentlich zugänglich machen. Denn die Frage, wie Strassenräume im Zuge einer baulichen Verdichtung zu Stadt- und Lebensräumen umgestaltet werden können, stellt sich nicht nur in Bülach, sondern in vielen weiteren Kleinstädten und Gemeinden der Schweiz. Immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Wohnungen sind ein gefragtes Gut, während der Einzelhandel in den Zentren zunehmend an Bedeutung verliert. Diese Entwicklung sorgt für Herausforderungen. Immer öfter bleiben etwa Erdgeschossflächen ungenutzt, weil die Besitzer keine Mieter finden. Sonja Kubat und Anke Kaschlik wollen das ändern. Beide arbeiten am Departement für Soziale Arbeit und an einem Projektantrag mit dem Titel «Neue Ideen für Stadt- und Ortszentren in der Agglomeration» (NIZA). In Zusammenarbeit mit verschiedenen Gemeinden der Region Zürich möchten sie ausloten, wie diese ihre Stadt- und Ortszentren nachhaltig und bedarfsgerecht gestalten können. «Die Nutzung von Erdgeschossen interessiert uns im Zusammenhang mit den angrenzenden öffentlichen Räumen, also den Strassen und Plätzen.» Diese Flächen bieten für die Quartiere ein grosses Potenzial. «Dort könnten Co-Workingspaces entstehen, Hobbyräume, Gemeinschaftsküchen oder Quartiertreffpunkte. Wir wollen mit den Gemeinden Wege suchen, wie sie die Erdgeschossnutzungen gemeinsam mit den Immobilienbesitzern und der lokalen Bevölkerung entwickeln können.» Die Gemeinde Kloten hat ihre Partnerschaft bereits zugesagt, mit weiteren Städten werden aktuell Gespräche geführt. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Simon Jäggi

Homeoffice: das globale Experiment

«Wenn man im Wort Homeoffice acht Buchstaben verändert, steht da Gin Tonic.» Mit diesem Witz, wirbt zurzeit der Schweizer Coworking-Anbieter Westhive um neue Kunden. Damit spielt das Unternehmen mit einem bekannten Klischee: das Homeoffice als Arbeitsplatz, an dem nicht gearbeitet wird. Doch dieses Vorurteil hat während des vergangenen Jahres viel an Gültigkeit verloren und könnte bald ganz verschwinden. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie arbeiteten in der Schweiz rund 14 Prozent aller Arbeitnehmenden regelmässig von zu Hause aus. Während des ersten Shutdowns im Frühling 2020 schnellten die Zahlen auf 51 Prozent hoch, wie eine Umfrage vom Forschungsinstitut Sotomo zeigte. Anfang 2021 arbeiteten immer noch 41 Prozent regelmässig im Homeoffice. «Viele Unternehmen stellten dabei fest, dass ihre Mitarbeitenden zu Hause genau so produktiv sind, wie wenn sie im Büro arbeiten», sagt Nicoline Scheidegger . Sie ist Dozentin für Strategie und Leadership. Die sogenannte Arbeitswelt 4.0 sowie Distant Leadership und Führung in Zeiten von New Work gehören zu ihren Forschungsschwerpunkten. «Die Akzeptanz gegenüber Homeoffice und Remote Work stieg bei vielen Unternehmen enorm.» Nicoline Scheidegger, Dozentin für Strategie und Leadership Das in vielen Ländern verordnete Homeoffice bezeichnet sie als «globales Experiment». Dabei waren die Bedingungen oft alles andere als ideal. Es gab keine freie Wahl, viele Menschen mussten sich nebst der Arbeit um Kinder kümmern oder waren pandemiebedingt mit Verlusten, Leid und Ängsten konfrontiert. Die Pandemie zeige aber, dass Arbeit aus Distanz technologisch möglich ist. «Es gab einen immensen Lernschub durch Corona, der sonst so nie möglich gewesen wäre. Die Akzeptanz gegenüber Homeoffice und Remote Work stieg bei vielen Unternehmen enorm», sagt Scheidegger. Grosse Unternehmen wie Novartis und die Versicherung AXA haben deshalb angekündigt, dass ihre Angestellten auch in Zukunft Arbeitsort- und -zeit weitgehend frei bestimmen können. Einige Unternehmen wollen ihren Angestellten zudem einen Bonus bezahlen, mit dem sie Druckerpatronen oder andere anfallende Kosten berappen können. Denn von vermehrtem Homeoffice profitieren auch die Unternehmen: Sie können Büroflächen reduzieren, ihre Attraktivtät steigern und ihren Personalpool erweitern. Damit beschleunigt sich ein Trend, der bereits vor der Pandemie an Tempo zugenommen hatte: Die Bedeutung des Büros als Arbeitsort nimmt ab. Auch ein grosser Teil der Angestellten möchte nicht mehr zurück in die alte Normalität, sagt die Arbeits- und Organisationspsychologin Birgit Werkmann-Karcher , Co-Leiterin des Zentrums für Human Resources & Corporate Learning und Dozentin für Personalpsychologie mit Schwerpunkt Arbeitswelt 4.0. «Verschiedene Befragungen zeigen, dass sehr viele Menschen in Zukunft hybrid arbeiten möchten. Zu einem Teil im Büro und zu einem Teil aus der Distanz.» Ein wichtiger Faktor sei für viele die gesparte Zeit aufgrund der kürzeren Arbeitswege. Statt zu pendeln, gehen die Angestellten um die Ecke in einen Coworking-Space oder ins Zimmer nebenan. Die Menschen können sich die Arbeitszeit freier einteilen und erlangen mehr Selbstbestimmung. «Der Gewinn an Autonomie und Flexibilität ist das grosse Plus», so Werkmann-Karcher. «Menschen, die remote arbeiten, haben mehr Eigenverantwortung. Es ist deshalb wichtig, dass man die eigenen Bedürfnisse kennt und Grenzen setzt.» Birgit Werkmann-Karcher, Co-Leiterin des Zentrums für Human Resources & Corporate Learning Doch nicht alle Personen können mit Remote Work gleich gut umgehen. Die Arbeitspsychologie unterscheidet zwei Gruppen: die Integrierer und die Segmentierer. Die Ersteren trennen nur wenig zwischen Arbeit und Privatem. Segmentierer hingegen möchten die beiden Bereiche möglichst auseinanderhalten. «Wir vermuten, dass es die Segmentierer auch eher wieder ins Büro zieht», sagt Werkmann-Karcher. Eines ist jedoch für alle Angestellten entscheidend: ein gutes Boundary-Management. «Menschen, die remote arbeiten, haben mehr Eigenverantwortung. Es ist deshalb wichtig, dass man die eigenen Bedürfnisse kennt und Grenzen setzt», so Werkmann-Karcher. Denn flexible Arbeitszeiten und digitale Kommunikationsmittel bergen auch Risiken. Plötzlich ist man immer und überall erreichbar. Welches ist die grosse Herausforderung in einer Arbeitswelt, in der sich immer mehr die räumlichen und zeitlichen Grenzen auflösen? Sich selber abzugrenzen, sagt Werkmann-Karcher. «Pausen und Freiräume braucht jeder Mensch. Sonst nehmen die Arbeits- und Lebenszufriedenheit rasch ab.» Viele Unternehmen die auf Remote Work umsteigen, haben noch einen weiten Weg vor sich, da sind sich Birgit Werkmann-Karcher und Nicoline Scheidegger einig. Unternehmen müssen dafür ihre Kultur weiterentwickeln, die Mitarbeitenden bei der Umstellung unterstützen und mit geeigneten Arbeitsprozessen experimentieren. Im Bereich Führung bietet sich die Chance, für ein «New Normal» die Rollen und Aufgaben von Führungskräften zu überdenken und weiterzuentwickeln», sagt Scheidegger. Sie hat vergangenes Jahr auch eine Studie zu Führen auf Distanz veröffentlicht. «Unternehmen, die diese Aufgabe bereits vor der Pandemie angepackt hatten, tun sich hierbei leichter.» Zum Bespiel Novartis mit dem «Unboss»-Programm oder Microsoft mit dem Ansatz von «Model–Coach–Care», bei dem die Rolle einer Führungskraft umrissen wird mit Vorbildsfunktion, Coaching und Fürsorge. Beide gewähren ihren Mitarbeitenden viel Spielraum und Wahlmöglichkeiten in der «Neuen Normalität». Bei allem Umbruch: Das Büro wird auch in Zukunft existieren. Unternehmen werden sich jedoch genauer überlegen, für welche Tätigkeiten es einen Mehrwert schafft. Als Ort des Zusammenkommens und kreativen Austauschs beispielsweise. Während das Remote Office ganz der konzentrierten Arbeit dient. Simon Jäggi

Industrie 4.0: Die Fabrik der Zukunft

Kaum jemand weiss besser Bescheid über den globalen Getreidemarkt als das Unternehmen Bühler aus Uzwil. 66 Prozent der weltweiten Getreidemenge werden durch Bühler-Mühlen zu Mehl. Mega-Mühlen in Nigeria und Indonesien produzieren bis zu 10'000 Tonnen Mehl pro Tag. Die Maschinen reinigen 30 Prozent der weltweiten Reisernte, schälen und schleifen jedes einzelne Reiskorn. Spezialkameras scannen mehrere tausend Körner pro Sekunde. Das Unternehmen erfasst die Qualität und das Gewicht, verfolgt Angebot und Nachfrage. Supercomputer führen die Daten aus den weltweit verteilten Getreidemühlen zusammen. Aus ihren Analysen lassen sich genaue Prognosen erstellen über die Entwicklung des internationalen Marktes. Droht Unterversorgung, steigen die Preise, oder besteht ein Überschuss? Die Firma Bühler weiss es und könnte aus ihren Daten ein neues Geschäftsfeld entwickeln. Sie könnte selber im Getreidehandel spekulieren oder ihre Daten für teures Geld verkaufen, doch das Unternehmen hat sich aus ethischen Gründen dagegen entschieden. Die Firma Bühler ist kein Einzelfall. Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet für viele Firmen neue Tätigkeitsbereiche. Grossverteiler könnten anhand von Einkaufsprofilen voraussagen, welche Kunden möglicherweise an Diabetes erkranken. Autohersteller könnten erkennen, wenn das Fahrvermögen eines Lenkers abnimmt. Hersteller von Flugzeugturbinen könnten sehen, ob gewisse Piloten besonders viel Treibstoff verbrauchen, und wissen vor der Landung einer defekten Maschine bereits, was genau nicht mehr funktioniert. «Bei diesem Thema wird mit sehr viel heissem Wasser gekocht. Es stimmt, dass es in gewissen Bereichen zu einer Revolution führen wird. Aber bei weitem nicht in allen.» Peter Qvist-Sørensen «Es gibt eine Reihe von Unternehmen, die mit ihren Daten auf äusserst wertvollen Informationen sitzen», sagt Peter Qvist-Sørensen. Er leitet an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften das Center for International Industrial Solutions (CIIS). Neue Computer, Künstliche Intelligenz und Machine Learning ermöglichen es in völlig neuer Weise, Computer und Daten miteinander zu vernetzen. Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren in der Industrie 4.0 direkt miteinander. Viele sprechen bereits von der vierten industriellen Revolution – nach der Entdeckung der Dampfkraft, der Elektrifizierung und der Verbreitung des Computers. Peter Qvist-Sørensen ist etwas vorsichtiger. «Bei diesem Thema wird mit sehr viel heissem Wasser gekocht. Es stimmt, dass es in gewissen Bereichen zu einer Revolution führen wird. Aber bei weitem nicht in allen.» Das grösste Potenzial sieht der Ökonom Qvist-Sørensen für jene Firmen, die grosse Datenmengen generieren. Durch neue Möglichkeiten der Datenauswertung erschliessen sich neue Geschäftsfelder. Diese können Unternehmen in einem nächsten Schritt selber ausschöpfen oder die Daten weiter verkaufen, sofern die Kunden damit einverstanden sind. «What business am I in?» Diese Frage, sagt Qvist-Sørensen, müssen sich in Zukunft immer mehr Unternehmen stellen. Seine Forschungsgruppe an der ZHAW berät zurzeit selber ein grösseres Unternehmen, das darüber nachdenkt, Kundendaten für neue Geschäftsfelder zu nutzen. Doch auch in anderen Bereichen wird das sogenannte «Industrial Internet of Things» die Industrie grundlegend verändern. In der Vergangenheit haben Maschinen mehrheitlich repetitive Arbeiten übernommen. In Zukunft werden sie dank maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz immer komplexere Arbeiten übernehmen. In der Fabrik der Zukunft überwachen miteinander vernetzte Roboter selbstständig Produktionsprozesse. Sie kontrollieren, optimieren und führen aus. Bestehende Arbeitsplätze geraten unter Druck. Waren in der Vergangenheit insbesondere Stellen in der Fertigung betroffen, triff es nun jene im Bürobereich. Überall dort, wo viel repetitive Arbeit anfällt, könnten Maschinen die Mitarbeiter ersetzen. Etwa in der Buchhaltung, der Logistik oder Kundenbetreuung. «Es gibt diesen etwas zynischen Witz», sagt Qvist-Sørensen. «Wie viele Mitarbeiter braucht es in der Fabrik der Zukunft? Zwei, einen Mann und einen Hund. Der Mann füttert den Hund und der Hund schaut, dass der Mann die Anlage nicht berührt.» «Es braucht in den Unternehmen zudem mehr Übersetzer. Mitarbeiter, welche die Sprache der Softwareentwickler sprechen und gleichzeitig eine Brücke schlagen können zum Marketing und zu den Kunden.» Peter Qvist-Sørensen Firmen müssen ihre Mitarbeiter weiterbilden und neue Stellen schaffen. Diese werden insbesondere im Bereich von IT und Entwicklung entstehen. «Es braucht in den Unternehmen zudem mehr Übersetzer», sagt Qvist-Sørensen. «Mitarbeiter, welche die Sprache der Softwareentwickler sprechen und gleichzeitig eine Brücke schlagen können zum Marketing und zu den Kunden.» Gewissen Branchen steht eine Revolution bevor, andere müssen sich weiterentwickeln. Insbesondere für die Hersteller von Maschinen ändern sich mit der fortschreitenden Digitalisierung die Voraussetzungen grundlegend. «Dank neuen Sensoren, Machine Learning und Künstlicher Intelligenz können Ingenieure heute ziemlich genau voraussagen, wann eine Maschine repariert werden muss. Noch bevor sie ausfällt.» Die Konsequenz: «Die Hersteller haben zunehmend die Möglichkeit, noch tiefer in der Wertschöpfungskette ihrer Kunden integriert zu werden.» Fluggesellschaften, zum Beispiel, kümmerten sich früher mehrheitlich selber um die Wartung der Triebwerke. Inzwischen übernehmen immer öfter die Hersteller die Unterhaltsarbeiten. «Und das ist erst der Anfang. Bereits heute verzichten viele Unternehmen auf den Kauf von grossen Maschinen und Produktionsanlagen. Stattdessen schliessen sie mit den Herstellern einen Pay-per-Use-Vertrag ab.» Die Maschinen bleiben im Besitz der Hersteller, für diese verändert sich somit ihr Geschäftsfeld fundamental. Neue Technologien bringen immer eine Umwälzung der Gesellschaft mit sich. Zwei Fragen seien entscheidend, sagt Qvist-Sørensen: Mit welcher Geschwindigkeit geschieht die Umwälzung? Und können wir uns rechtzeitig anpassen? Mit der Industrie 4.0 wächst der Druck auf die Industrie. Unternehmen, denen es nicht gelingt, Schritt zu halten, droht das Verschwinden. In der Vernetzung der Anlagen ist die Schweiz international sehr gut aufgestellt, sagt Qvist-Sørensen. «Im Bereich der Künstlichen Intelligenz hinkt die Schweiz, wie das gesamte Europa, den Chinesen und Amerikanern jedoch weit hinterher.» Wenn in den kommenden Jahren nicht grosse Fortschritte passieren, drohe die Schweiz den Anschluss zu verpassen. An der ZHAW arbeitet Qvist-Sørensen daran, dass die Firmen den Handlungsbedarf erkennen. Und wissen, wie sie die neuen Möglichkeiten zu ihrem Vorteil nutzen können. Simon Jäggi

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