Menü
Logo Logo
  • DE
  • EN
  • Dossier 422
  • Main Topic 163
  • Interview 17
  • Menschen 11
  • Meinung 7
  • Studium 6
  • Forschung 4
  • Spotlight 2
  • Weiterbildung 2
  • Alumni 1
  • Ümit Yoker 30
  • Thomas Müller 29
  • Andrea Söldi 22
  • Interview Patricia Faller 19
  • Susanne Wenger 16
  • Kathrin Reimann 15
  • Sibylle Veigl 15
  • Eveline Rutz 13
  • Mathias Plüss 13
  • Patricia Faller 10
  • Sara Blaser 10
  • Matthias Kleefoot 9
  • David Bäuerle 8
  • Rahel Lüönd 8
  • Tobias Hänni 8
  • Katrin Oller 6
  • Malolo Kessler 6
  • Bettina Sackenreuther 5
  • Elena Ibello 5
  • Frank Richter 5
  • Karin Meier 5
  • Rahel Meister 5
  • Seraina Sattler 5
  • Simon Jäggi 5
  • Abraham Gillis 4
  • Interview: Sara Blaser 4
  • Lara Läubli 4
  • Manuel Martin 4
  • Regula Freuler 4
  • Stéphanie Hegelbach 4
  • Inhalt Patricia Faller; Grafik Klaas Kaat 3
  • Marion Ronca 3
  • Sandra Hürlimann 3
  • Tamara Ritter 3
  • Tilo Hühn 3
  • Astrid Tomczak-Plewka 2
  • Irene Bättig 2
  • Judith Raupp 2
  • Lara Attinger 2
  • Ursula Schöni 2
  • Alain Appel 1
  • Andreas Engel 1
  • Annick Vogt* 1
  • Annina Dinkel 1
  • Aufgezeichnet von Regula Freuler 1
  • Björn Plaschnick 1
  • Carole Scheidegger 1
  • Cerstin Mahlow 1
  • Christa Rosatzin 1
  • Christine Brombach 1
  • Cindy Schneeberger* 1
  • Corinne Amacher 1
  • Daniel Perrin 1
  • Darija Knezevic 1
  • Dominique Ursprung* 1
  • Elena Šimukovič 1
  • Enrique Heer 1
  • Fotos Conradin Frei, Frank Brüderli 1
  • INTERVIEW ABRAHAM GILLIS 1
  • INterview Nicole Hottinger 1
  • Illustration: Till Martin 1
  • Inhalt: Patricia Faller, Till Martin; Grafik: Till Martin 1
  • Interview Jakob Bächtold, Patricia Faller 1
  • Interview Kathrin Reimann 1
  • Interview Patricia Faller, Claudia Gähwiler 1
  • Interview Sibylle Veigl 1
  • Interview Thomas Schläpfer 1
  • Jakob Bächtold 1
  • Jonas Urscheler 1
  • Julia Obst 1
  • Katharina Fierz und Beatrice Friedli 1
  • Lisa Crescionini 1
  • Lisa Wickart* 1
  • Maja Schaffner 1
  • Marc Bodmer 1
  • Micha Neumair 1
  • Mirjam Eser Davolio 1
  • Mirjam Eser Davolio, Kushtrim Adili 1
  • Natasha Pochetti 1
  • Nicole Minder 1
  • Omar Zeroual* 1
  • Patrik Ettinger 1
  • Stefan Boss 1
  • Stefanie Schnydrig* 1
  • Stephan Pörtner 1
  • Susanne Wagner 1
  • Text: Sara Blaser, Illustrationen: Till Martin 1
  • Thomas Schläpfer 1
  • Tiia Vogel 1
  • Von Mathias Plüss 1
  • Zusammengestellt von Sara Blaser 1
  • interview Jeanette Kuster 1
  • 2/2023 28
  • 1/2022 24
  • 2/2020 24
  • 4/2021 24
  • 4/2019 21
  • 4/2022 21
  • 1/2021 20
  • 2/2021 20
  • 2/2022 20
  • 3/2021 18
  • 1/2023 17
  • 2/2019 17
  • 3/2022 16
  • 4/2020 16
  • 1/2019 15
  • 3/2023 15
  • 1/2025 14
  • 2/2024 14
  • 1/2024 13
  • 2/2025 13
  • 1/2020 12
  • 1/2026 11
  • 4/2023 11
  • 3/2020 10
  • 3/2019 8
Aktive Filter: Kategorie: Dossier Alle Filter entfernen
Es wurden 422 Ergebnisse in 1 Millisekunden gefunden. Zeige Ergebnisse 1 bis 10 von 422.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • ....
  • »
Ergebnisse pro Seite:

Schwierige Gespräche mit virtuellem Gegenüber trainieren

Ob Kinder immer wieder heftig beschimpft werden, ob ihnen gedroht wird oder die Liebe entzogen: Psychische Gewalt in der Erziehung ist in der Schweiz weit verbreitet. Gemäss einer aktuellen Erhebung von Kinderschutz Schweiz verhält sich fast ein Fünftel der befragen Eltern regelmässig auf solche Weise, gut ein Drittel ab und zu. Doch längst nicht alle Fälle werden erkannt. Emotionale Gewalt an Kindern lässt sich schwer erheben, gerade über Selbstberichte. Joel Gautschi , Forscher und Dozent am Departement Soziale Arbeit , macht zwei Hauptgründe dafür aus: «Zum einen gibt es kein einheitliches Verständnis, was emotionale Kindesmisshandlung eigentlich ist.» Ausserdem fehle es an strukturierten Instrumenten, um Beurteilungsgespräche mit den Eltern zu führen. Die ZHAW hat gemeinsam mit der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) deshalb den Schulungsservice SAM entwickelt. SAM steht für Simulierte Abklärung von Kindesmisshandlung (Simulated Assessment of Child Maltreatment) und richtet sich an Studierende und Fachleute der Sozialen Arbeit. Die von der Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) geförderte Schulungsplattform umfasst mehrere Elemente, sagt Nicole Fölsterl , Dozentin und Forscherin im Studienbereich Interaction Design der ZHdK, die das Projekt zusammen mit Gautschi leitet. Dazu gehören Informationen zu psychischer Gewalt an Kindern und strukturierter Gesprächsführung, ebenso ein standardisierter Interviewleitfaden, der aus zwei US-amerikanischen Instrumenten adaptiert und weiterentwickelt wurde. Um diesen Leitfaden zu üben, wird er als Erstes mit einem Chatbot angewendet. Der nächste Schritt ist eine Gesprächssimulation in einer Virtual-Reality-Umgebung (VR). Die Teilnehmenden können hier aus drei virtuellen Persönlichkeitsprofilen wählen, die je eine individuelle Biografie und einen spezifischen Interaktionsstil haben: kooperativ, passiv-aggressiv oder aggressiv. Für die Entwicklung der Charaktere haben sich Fölsterl und Gautschi mit Fachleuten ausgetauscht und auf anonymisierte Beschreibungen von realen Fällen gestützt. «Die Gesprächserfahrung ist einerseits massgeschneidert, andererseits aber auch flexibel und adaptiv.» Joel Gautschi, Forscher und Dozent am Departement für Soziale Arbeit Dass eine strukturierte Gesprächsführung in realistischen Szenarien trainiert werden kann, ist für die Forschenden unabdingbar: «Solange man den Leitfaden nicht verinnerlicht hat, fällt man gerade in schwierigen Konversationssituationen rasch auf intuitive Muster zurück», sagt Gautschi. Das Üben in der VR-Simulation schult einen darin, auch in solchen Momenten fokussiert zu bleiben, das eigene Verhalten zu reflektieren und Voreingenommenheit zu erkennen. Das immersive und interaktive Setting weist gegenüber analogen Methoden wie dem Rollenspiel den Vorteil auf, dass das Gesprächsszenario beliebig verändert und individuellen Trainingszielen angepasst werden kann. So hat der virtuelle Elternteil vielleicht einmal eine Lernschwierigkeit oder die Abklärung wird etwa vom Büro in ein Wohnzimmer verlegt. Gleichzeitig sind die Antworten des virtuellen Gegenübers nicht von vornherein festgelegt, sondern werden aus dem Moment heraus generiert. «Die Gesprächserfahrung ist einerseits massgeschneidert, andererseits aber auch flexibel und adaptiv», sagt Gautschi. «Das war die grosse Innovation für uns.» Möglich sei dies nur dank Large Language Models gewesen, ergänzt Fölsterl. «Noch vor wenigen Jahren hätten wir viel Zeit und Geld in die Erarbeitung eines interaktiven Drehbuchs und das Charakterdesign investieren müssen.» Der Prototyp des Schulungsservices SAM wird noch bis im Sommer 2025 weiterentwickelt, dann soll er in einer Kontrollstudie auf Wirksamkeit und Marktpotenzial hin evaluiert werden. Im besten Fall kommt das Lernangebot irgendwann über den konkreten Anwendungsfall hinaus zum Einsatz und wird mit neuen Inhalten gefüllt. «Wir haben die Technologie so angelegt, dass sie von allen genutzt werden kann, die mit schwierigen Gesprächssituationen zu tun haben», sagt Fölsterl. «Es ist schliesslich ein breites Feld.» Zum Projekt auf der Website der DIZH Wie fühlt sich ein Gespräch mit SAM an und mit welchen Fragen setzen sich die verschiedenen Beteiligten der ZHAW und der ZhdK auseinander? Das Video bietet Einblick in die Entwicklung der Schulungsplattform. (Headerbild: Adobestock/Drobot Dean) Ümit Yoker

Warum KI nach Sprachprofis ruft

Sprache hat etwas Musterhaftes: Auf einen Gruss wie «Hallo, wie geht es Ihnen?» folgt als Antwort wahrscheinlich nicht eine Frage wie «Wo ist das Klavier?», sondern ein Gegengruss wie «Hallo, gut, und Ihnen?». Dieses Musterhafte, Vorhersehbare macht menschlichen Sprachgebrauch oberflächlich leicht imitierbar, für Papageien wie für Maschinen. Sprachmodelle wie ChatGPT fertigen deshalb Texte, die beim schnellen Lesen oft klingen wie echt. Sie können sich scheinbar auch in ihr menschliches Gegenüber einfühlen, also Empathie simulieren. Das Ergebnis: Immer mehr Menschen werden von Robotern gepflegt oder leben, in ihrer Vorstellung, mit einem KI-Partner zusammen. Sogar die Kreativität ist keine rein menschliche Domäne mehr: Sprachmodelle generieren in Sekunden Tausende Versionen eines Gedichts oder einer Rede. Auch wenn sie sich voneinander unterscheiden, bauen sie doch alle auf die Muster, die KI in bestehenden Produkten ausgemacht hat. Aber wie geht es dann weiter mit den Tausenden Gedichten? Ganz einfach: Der Mensch wählt die beste Variante aus. Sinnvoller KI-Einsatz bedingt menschliches Anleiten, Auswählen und Verantworten. Nach diesem Prinzip baut das Unternehmen Autodesk in San Francisco seit 1982 alles, vom Molekül für ein Medikament bis zum Wolkenkratzer in Shanghai oder bis zur nächsten Airbus-Generation. Bei all diesen Vorhaben generiert die künstliche Intelligenz Milliarden von Varianten des Endprodukts und testet sie auf Umweltbedingungen – den Wolkenkratzer etwa auf Wind, Erdbeben, Nutzungserwartungen und mögliche Einsprachen. Wie in der Evolution werden robuste Varianten miteinander kombiniert, schwache ausgeschieden. Die Varianten, die am Ende dieses Prozesses den anderen überlegen sind, schlägt das System menschlichen Fachpersonen zur Prüfung vor. Dabei mag ein Vorschlag unter den einen Bedingungen mehr zu überzeugen, ein anderer unter anderen. Es ist am Menschen, nun die beste Variante auszuwählen sowie die Wahl zu begründen und zu verantworten. Die menschliche Intelligenz müsste sich demnach auch in Sprachberufen besonders in der Fähigkeit zeigen, so mit KI zu kooperieren. In der Praxis bedeutet das: Der Mensch ist geistig fit dafür, klare Anforderungen an Texte festzulegen und die Vorschläge der KI kritisch zu hinterfragen. Dies leisten zu können, ist so anspruchsvoll wie unabdingbar. Studierende, die sich auf Sprachberufe vorbereiten, müssen also lernen, mit KI-Werkzeugen so zu arbeiten, dass sie selbst den Textproduktionsprozess kontrollieren: Sie erteilen der Maschine präzise Aufträge und schätzen das Ergebnis ein. Das bedingt präzise Kenntnis des Gegenstands und des zielgruppengerechten Sprachgebrauchs. Dazu gehören gute Kenntnisse von Textsorten und der sprachlichen Kultur im jeweiligen Fachbereich – auch weil ein gezielter Verstoss gegen Routinen und Erwartungen etwa einem Text eine gewisse Würze und Eigenständigkeit geben kann. Mozart wusste gegen die Gestaltungsregeln seiner Zeit und Kunst zu verstossen, genau wie Picasso. So weit einige Parallelen und Vermutungen zum menschlichen Mehrwert in Sprachberufen. Aber treffen sie zu? Das Laufbahn-Monitoring der Sprach- und Kommunikationsstudiengänge der ZHAW zeigt, dass Hochschulabsolventinnen und -absolventen auch heute die Fähigkeit, gut zu schreiben, als Kernkompetenz im Sprachberuf wahrnehmen. Wo mehr und rascher übersetzt und geschrieben wird, müssen die Profis immer auch wieder selbst Hand anlegen können. Dies zum Beispiel, um mit einer markigen Formulierung aus dem Silbengerassel der Sprache der Maschine auszubrechen, die stets den Durchschnitt alles bisher Gesagten imitiert, wenn sie selbst eine einzige Lösung bringen soll. Die Hauptaufgabe für den Menschen in der Zusammenarbeit mit der Maschine besteht aber im Steuern der Sprachproduktion. Mit zielführendem Prompting kommt ein künstlich erzeugter Kommunikationsbeitrag nahe an einen guten menschlichen heran; ohne diese straffe Führung, über Kontrolle und Justierung, entgleist die Imitation. KI ist also erst mal ein Werkzeug, wie ein Rennrad, das es geschickt zu lenken gilt. Wer das Werkzeug beherrscht, kommt leichter ans Ziel. Einige befürchten nun aber: Simuliert KI das Denken und Fühlen immer besser, nähert sie sich womöglich eigenem Bewusstsein – und damit dem Status einer, so KI-Pionier Mustafa Suleyman, «digitalen Spezies». Diese digitale Spezies, so die Befürchtung, wächst der Menschheit über den Kopf, wie der Besen in Goethes Gedicht vom Zauberlehrling. Die Dystopie: Wir treten mit der KI etwas los, was wir nicht mehr kontrollieren können. Eines Tages könnten die Maschinen beschliessen, dass es die Menschheit nicht mehr braucht. Ist da was dran? Wenn der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard recht hat und auch wir Menschen einander im Leben nur «gegenseitig die Stichwörter geben», um dann immer wieder das Gleiche zu sagen … ja, dann macht KI unser rituelles, vorhersehbares Denken und Reden tatsächlich bald überflüssig. Die perfekte Imitation wäre dann nur eine Frage der Zeit. Wenn es aber einen Unterschied gibt zwischen der simulierten Kommunikation als Wahrscheinlichkeitsrechnung durch KI und einer menschlichen, absichtsvollen Kommunikation, dann ruft KI eben nach Profis, die sie zu lenken wissen. Und dann ruft mehr und bessere KI auch nach mehr und stärkerer sozialer Intelligenz beim strategischen Lenken der KI. Dieses Lenken der KI-Entwicklung reicht dabei weit über das Arbeitsfeld der IT-Fachleute hinaus, die KI-Anwendungen programmieren. Wo Hightech-Oligarchie nicht das Ziel ist, gilt, mit der australischen Expertin für Cyber Security Helen Toner gesprochen: Ethisch-rechtlich müssen wir bestimmen, wie KI reguliert wird, auch wenn es schwer vorherzusehen ist. In allen Berufen, in denen Sprache zählt, bedeutet solche Governance ganz konkret: erstens wach wahrnehmen, was Sache ist, zweitens wissen, was man will – und drittens zur Sprache bringen und umsetzen können, was man meint. Sprach- und Kommunikationskompetenz also, mehr denn je. Hören Sie diesen Beitrag als KI-generierten, aber menschlich präzise geprompteten Podcast (Beitrag auf Englisch, erstellt mit NotebookLM) (Headerbild: Adobestock/Adriana) Daniel Perrin

Meine Freundin, die KI

Die Reise in die Zukunft führt in die Schweizer Agglomeration. Tiefe Häuserschluchten prägen das Bild einer grauen Vorstadt, in der Wohnraum und Arbeitsplätze knapp sind. Die Menschen hangeln sich von einem temporären Job zum anderen – wer keine Arbeit hat, verdient sich mit sozialen Engagements in einem staatlichen Kreditsystem Punkte. Und: Zum Alltag gehört KI, die über emotionale Fähigkeiten verfügt – etwa ein smarter Fingerring, der sich nach dem Wohlbefinden des Trägers oder der Trägerin erkundigt. Dieses Szenario haben Forschende der ZHAW-Institute für Wirtschaftsinformatik und für Angewandte Medienwissenschaft erlebbar gemacht – in Form einer 20-minütigen Virtual-Reality-Erfahrung. Entwickelt wurde diese im Wissenschaftskommunikationsprojekt «Den Alltag mit Affective Computing erleben – Immersive Science Fiction Prototyping für verantwortungsvolle Innovation». Sie macht mithilfe einer VR-Brille nicht nur erfahrbar, wie es wäre, mit einer emotionalen KI zu leben, sondern wirft auch grundsätzliche Fragen zum Affective Computing auf: Werden wir künftig mit KI befreundet sein? Und: Wollen wir das überhaupt? «Die Dauerpräsenz und das makellose, stets hilfsbereite Verhalten der KI empfanden die Jugendlichen als etwas Abschreckendes.» Elke Brucker-Kley, Co-Leiterin Fachstelle IS – People & Technology Personen, die VR-Erfahrung spielen. Hauptzielgruppe waren dabei junge Menschen zwischen 13 und 29 Jahren. «Für die Freundschaft als extremen Anwendungsfall emotionaler KI war die Zielgruppe perfekt. Freundschaft hat in diesem Alter einen sehr hohen Stellenwert», sagt Elke Brucker-Kley, Co-Leiterin des Projekts, das vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert wurde. «Jugendliche und junge Erwachsene pflegen zudem einen hedonistischen Umgang mit Technologien. Was keinen Spass macht, nutzen sie nicht.» Man habe sich von der Zielgruppe Hinweise erhofft, wie eine emotionale KI sein sollte – oder genau nicht sein dürfe. Aber: «Ziel war es nicht, allgemeingültige Erkenntnisse zu gewinnen», fügt Co-Leiter Thomas Keller an. Denn beim Science Fiction Prototyping (siehe Kasten) bestehe das Risiko, ein zu dystopisches oder utopisches Szenario zu entwerfen. Das schlage sich in den Beurteilungen nieder – und damit auch in den Schlüssen, die man daraus ziehe. «Wir wollten primär in einen Dialog mit den jungen Menschen treten und über ihre Haltungen und Erwartungen diskutieren.» Um eine Erfahrung zu entwickeln, die deren aktuelle Ängste und Wünsche mit Blick auf KI widerspiegelt, wurden im Vorfeld Interviews mit jungen Menschen durchgeführt. Diese dienten als Inspiration für die multilineare Geschichte. Wer sie durchspielt, muss Entscheidungen treffen über die Nutzung eines digitalen Assistenzsystems, das zunehmend «menschlicher» wird: Vom sprechenden Smartring über ein Tattoo, das menschliche Emotionen erkennt, bis zu «Youman», einem humanoiden Avatar, der in der virtuellen Welt zum treuen Begleiter wird. Die Mehrheit der Teilnehmenden entschied sich für sämtliche Technologiesprünge. So liessen sich 57 Prozent das Tattoo stechen, über 81 Prozent testeten den Youman und 53 Prozent behielten diesen am Ende der Geschichte. «Eine Rolle hat dabei sicher die Neugier gespielt, emotionale KI auszuprobieren», so Brucker-Kley. Ob die Entscheidungen in der Realität ähnlich ausgefallen wären, lasse sich daraus nicht schliessen. Ebenfalls offen bleibt, ob die Teilnehmenden den Avatar Youman mit dem Gedanken an eine Freundschaft behalten haben – oder ob sie Gefallen daran gefunden haben, dass dieser im Szenario alltägliche Arbeiten für sie übernimmt. «Es kann sein, dass sie schlicht einen Diener zur Verfügung haben wollten», sagt Thomas Keller. Die ständige Verfügbarkeit und Hilfsbereitschaft der KI schien für manche Teilnehmende verlockend zu sein. Das zeigte sich laut Brucker-Kley in den Gesprächsrunden, die jeweils nach der VR-Erfahrung durchgeführt und diskursanalytisch ausgewertet wurden. «Gleichzeitig hatten die Dauerpräsenz und das makellose, stets hilfsbereite Verhalten der KI aber auch etwas Abschreckendes.» In einer direkt im VR-Szenario durchgeführten Umfrage äusserten Teilnehmende auch ein gewisses Misstrauen: So zweifelten sie etwa daran, dass eine emotionale KI die für eine Freundschaft zentralen Kriterien wie Vertrauen und Ehrlichkeit erfüllen könne. «Es bestand die Befürchtung, dass die KI Daten teilt und womöglich manipuliert.» Trotz der Skepsis stieg der Anteil jener Teilnehmenden, die sich eine Freundschaft mit einer KI vorstellen können, nach der VR-Erfahrung auf 35 Prozent an – von 23 Prozent davor. Beinahe unverändert blieb dagegen die Haltung zur Frage, ob eine KI dereinst ein besserer Freund oder eine bessere Freundin sein könnte als ein Mensch: Auch nach der VR-Erfahrung beantworteten 71 Prozent diese mit einem Nein, davor waren es 76 Prozent gewesen. Die Erkenntnisse wollen die Forschenden nun in anderen Projekten nutzen, in denen es um soziale Interaktionen mit KI geht. Als Beispiel nennt Brucker-Kley ein Projekt mit dem Kantonsspital Aarau, bei dem eine KI in einer virtuellen Umgebung Menschen mit chronischen Erkrankungen berät. «Die Diskussionen mit den jungen Menschen haben zum Beispiel das Bedürfnis gezeigt, das Aussehen des KI-Avatars mitbestimmen zu können – das haben wir in dem neuen Projekt berücksichtigt.» Tobias Hänni

Künstliche Pflanzen haben positive Wirkung 

In einer Befragung untersuchten vier Studierende des Bachelorstudiengangs Facility Management , wie sich natürliche und künstliche Pflanzen auf die Wahrnehmung der Raumqualität, das Wohlbefinden und die ästhetische Anziehungskraft eines Raums auswirken. «Natürliche Pflanzen werden im Vergleich zu künstlichen als deutlich ästhetischer wahrgenommen, aber 68 Prozent der Befragten fanden auch künstliche Pflanzen ansprechend oder sogar sehr ansprechend», berichtet Lukas Windlinger Inversini , Betreuer der Arbeit und Leiter der Kompetenzgruppe Betriebsökonomie/Human Resources am Institut für Facility Management . Ausserdem konnten viele Teilnehmende auf Bildern künstliche und natürliche Pflanzen nicht voneinander unterscheiden. «Diese Erkenntnisse sind spannend», so Windlinger Inversini. «Wir führen in unserem Biophilia Living Lab in Wädenswil viele Führungen durch. Das Lab kommt enorm gut an. Doch viel Menschen scheinen eine Abneigung gegen künstliche Pflanzen zu haben. Unser Ziel ist es, zu ermitteln, woran das liegt.» Das Biophilia Living Lab dient der Untersuchung der Auswirkungen von Pflanzen in Lern- und Arbeitsumgebungen. Es beherbergt verschiedene Pflanzen, sowohl natürliche als auch künstliche, Wandapplikationen, eine Mooswand sowie eine 20 Quadratmeter grosse Vertikalbegrünung. «Neben dem Einfluss von Pflanzen möchten wir dort in Zukunft auch weitere Kriterien für das menschliche Wohlbefinden in Räumen untersuchen, zum Beispiel Licht und Temperatur», erzählt Windlinger Inversini. (Bild: Frank Brüderli) Sara Blaser

Kleine Erbse, grosses Potenzial

Sie ist klein, uralt und ein bisschen in Vergessenheit geraten – obwohl sie viel kann. Die Gelberbse wurde bereits 7000 Jahre vor unserer Zeitrechnung im Vorderen Orient kultiviert, verbreitete sich in der Jungsteinzeit in Mitteleuropa und war in der Schweiz noch vor 200 Jahren ein Grundnahrungsmittel, getrocknet oder als Mus zubereitet. Doch dann kam die grüne Erbse, gezüchtet für Adlige, die sich vom Mus essenden, einfachen Volk abheben wollten, und schliesslich brachte die Industrialisierung Wohlstand – und damit mehr Fleisch für alle. Heute ist die Gelberbse zwar wieder etwas bekannter, fristet neben anderen Hülsenfrüchten wie der Kichererbse aber nach wie vor ein Schattendasein. In der Schweiz wird die Gelberbse zwar angebaut, aber vor allem für Tiernahrung verwendet – und seit einigen Jahren für vegane Ersatzprodukte. An der ZHAW wurde das Potenzial der Schweizer Gelberbse zwischen April 2021 und September 2024 im Rahmen des Forschungsprojekts CREATE untersucht – mit Resultaten, die zu weiterführenden Forschungen und zu neuen Produkten führen könnten. Susanne Miescher Schwenninger , Forschungsgruppenleiterin und Dozentin am Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation , hat das Projekt CREATE geleitet. «Die Gelberbse ist ein proteinreiches Lebensmittel», sagt sie. «Mit unserem Forschungsprojekt wollten wir nun herausfinden, ob und wie wir sie noch gesünder und verträglicher machen können.» Dies mit Fokus auf die spätere Verwendung der Gelberbse – beziehungsweise von deren Mehl – in Produkten für eine pflanzenbasierte Ernährung. Diese gilt als gesund und nachhaltig und wird immer beliebter: In den letzten fünf Jahren nahm die Zahl der Personen in der Schweiz, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, gemäss repräsentativen Studien stets zu. 2024 zählte der Verein Swissveg 308 000 Personen, die sich vegetarisch, und 50 000, die sich vegan ernähren. Ein Problem bei der rein pflanzlichen Ernährung: «Vitamin B12 fehlt. Weil es lebenswichtig ist, muss es supplementiert werden», sagt Miescher Schwenninger. Dem Team rund um die Forscherin ist es im Rahmen des Projekts nun gelungen, Gelberbsenmehl unter anderem mit B12 anzureichern – und zwar durch Fermentation. «Wir hatten bereits Erfahrung in der Fermentation von anderen Hülsenfruchtproteinen», erzählt die Forscherin. Bei einer Fermentation wandeln Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefen bestimmte Inhaltsstoffe eines Rohstoffes auf natürliche Weise in andere Stoffe um. Ein bekanntes Beispiel ist der Sauerteig: Bei diesem entstehen durch die Aktivität von Milchsäurebakterien und Hefen unter anderem Säuren und Kohlendioxid. «Wir haben natürliche Organismen gekonnt eingesetzt, um ­etwas Natürliches noch ­besser zu machen.» Susanne Miescher Schwenninger, Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation Das Ziel der Forschenden um Miescher Schwenninger war nun, das Gelberbsenmehl mit Mikroorganismen zu fermentieren, die nebst B12 auch Folsäure bilden. Diese wirkt im Stoffwechsel gemeinsam mit B12 und ist ein Vitamin, das über die Ernährung – auch bei einer Ernährungsweise mit tierischen Produkten – ebenfalls schwieriger aufzunehmen ist. «Unser drittes Ziel war, dass durch die Fermentation sogenannte FODMAPs abgebaut werden», sagt Susanne Miescher Schwenninger weiter. Gemeint sind eine Gruppe von Kohlenhydraten und Zuckeralkoholen, die in Gelberbsen und anderen Hülsenfrüchten vorkommen und für Verdauungsbeschwerden sorgen können. «Ohne FODMAPs sind Gelberbsen also besser verträglich.» Eine Herausforderung im Forschungsprozess war, Mikroorganismen zu finden, die während der Fermentation des Gelberbsenmehls genau diese drei Dinge tun: B12 und Folsäure bilden sowie FODMAPs abbauen. Dabei hatte das Team die Qual der Wahl, denn im Gefrierschrank des Instituts für Lebensmittel- und Getränkeinnovation in Wädenswil lagern mehr als 14 000 Stämme von Mikroorganismen bei minus 86 Grad Celsius. Mittels einer Literaturrecherche konnte die Auswahl eingegrenzt werden. Schliesslich testete das Team rund 500 Stämme auf dem Gelberbsenmehl, experimentierte mit Temperatur und Wassermenge – und fand am Ende jene drei Mikroorganismen, die am besten wirkten. Anschliessend folgten Versuche, die fermentierte Masse zu verarbeiten. «Wir haben rasch gemerkt, dass es sich in dieser Form nicht für Fleischersatz eignet, was zu Beginn eigentlich ein Fokus gewesen war», sagt die Forschungsgruppenleiterin. «Grosses Potenzial sehen wir aber für die Herstellung von Pasta oder auch Snacks, ähnlich wie Erdnussflips.» Für das Projekt hatten sich drei Forschungsgruppen der ZHAW zusammengetan. «Wir haben in den gut drei Jahren interdisziplinär und komplementär eng zusammengearbeitet», sagt Susanne Miescher Schwenninger. Während die Lebensmittelbiotechnologie beispielsweise erforscht hatte, bei welchen Temperaturen die Mikoorganismen-Stämme das Erbsenmehl am besten fermentieren, hatte das Team Lebensmitteltechnologie von Nadina Müller überprüft, wie sich das fermentierte Erbsenmehl zu Endprodukten weiterverarbeiten lässt. Verschiedenste Analysen übernahmen die Forschungsgruppe Lebensmittelchemie rund um Irene Chetschik und das Labor für Lebensmittelbiochemie der ETH. Begleitet wurde das Projekt zudem von der Planted Foods AG . CREATE habe auf jeden Fall weiteres Forschungspotenzial auf dem Gebiet der Fermentation von Hülsenfrüchten aufgezeigt, so das Fazit von Susanne Miescher Schwenninger. Und auch wenn ihre Arbeit für manche auf den ersten Blick künstlich erscheinen mag, vielleicht weil sie im Labor passiert: «Es gibt eigentlich nichts Natürlicheres als eine Fermentation. Deshalb haben wir gerade im Projekt CREATE nichts Künstliches erschaffen, sondern natürliche Organismen gekonnt so eingesetzt, dass sie etwas Natürliches noch besser machen, auf natürliche Weise.» Und wer weiss – vielleicht führt genau das in Zukunft dazu, eine kleine, uralte und etwas in Vergessenheit geratene Bohne wieder stärker in unser Bewusstsein zu holen. Malolo Kessler

Marktforschung ohne Menschen?

In der Marktforschung wird künstliche Intelligenz (KI) bereits angewendet – beispielsweise in der Analyse von Daten, beim Erarbeiten von Fragebögen oder beim Durchforsten von offenen Antworten. Die Motivation für den Einsatz von KI liegt auf der Hand: Es geht um Effizienz und somit um Kosteneinsparungen. So gibt es mittlerweile Überlegungen, künstliche Intelligenz in der Marktforschung auch in der Datenerhebung anzuwenden. Konkret: Statt Hunderte Personen in persönlichen Interviews zu einem Produkt zu befragen oder Tausende Fragebogen von echten Menschen ausfüllen zu lassen, könnten sogenannte Large Language Models (LLM) – wie beispielsweise ChatGPT – innert Minuten Ergebnisse liefern. Steffen Müller , Professor für Marketing am Institut für Marketing Management an der ZHAW School of Management and Law , hat genau dies gemeinsam mit Christoph Bräunlich und Jan Eubel von der Schweizer Firma BSI getestet. Dabei haben sie sich auf den Bereich Finanzdienstleistungen und Neo-Banken konzentriert. «KI-Modelle tendieren dazu, die Meinung von gut gebildeten weissen Personen abzubilden.» Steffen Müller, Institut für Marketing Management Beim Einsetzen von LLM sei vor allem eines wichtig: das richtige Prompting, also «die schlauste Art, das Modell nach einem Ergebnis zu fragen», sagt Müller. Daher hat das Forschungsteam in einem ersten Schritt genaue Personas für das Projekt erstellt und in den Prompt integriert. Diese hypothetischen Personen wurden mit soziodemografischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Bildungsstand und Wohnort versehen, um die gewünschte Bevölkerungsschicht repräsentativ abzubilden. «Wichtig zu erwähnen ist dabei, dass Large-Language-Modelle dazu tendieren, ‘weird’ zu sein», sagt Müller und meint damit nicht etwa, dass die Tools irgendwie seltsam sind. Er ordnet ein: «Die Abkürzung ‘weird’ fasst zusammen, welche Menschengruppen KI-Modelle in Antworten oft bevorzugen: white (weiss), educated (gebildet), industrialised (aus industriellen Ländern), rich (reich) und democratic (demokratisch).» Large-Language-Modelle wie ChatGPT widerspiegeln demnach vor allem die westliche Welt – man spricht auch von «Unconscious Bias», also einer Voreingenommenheit, welche die Stereotypen, die in Gesellschaften lauern, bestätigt. Inwiefern die definierten Personas mit dem Unconcious Bias konkurrieren, ist schwer einzuschätzen. Das Projekt von ZHAW und BSI mit dem Fokus auf Finanzdienstleistungen und Neo-Banken in den USA, Grossbritannien und Deutschland passte jedoch ins westlich geprägte Bild der meisten Large-Language-Modelle. Eine gute Ausgangslage, wenn es darum geht, eine künstlich generierte Gesellschaft befragen zu wollen. Das Team hat also die vorgefertigten Personas mit vier verschiedenen LLMs (ChatGPT-4o, Llama 3.3 70B, Qwen 2.5 72B und Mixtral-8x7B) zu Neo-Banken befragt. Fragen wie «Welche Neo-Banken kennen Sie?» oder «Bei welcher Neo-Bank sind Sie Kund:in?» kamen vor. Die gleichen Fragen hat das Projektteam 200 echten Personen gestellt und die Antworten miteinander verglichen. Das Ergebnis: je nach Frage ernüchternd. Die KI-Modelle haben die Lage teilweise komplett falsch eingeschätzt. Während die KI-Modelle offene oder numerische Fragen teilweise ähnlich wie reale Personen beantworteten, stimmten die Antworten von Ja/Nein-Fragen in den meisten Fällen nicht annähernd überein. So wurden auf die Frage, ob ein Konto bei einer Neo-Bank besteht, die Ja-Anteile in allen drei Ländern deutlich zu niedrig eingeschätzt – teilweise durchgehend mit 0 Prozent. «Zu erklären ist dies mit dem wohl noch wenig ausreichenden Training der Modelle für den spezifischen Kontext», sagt Müller. Studien der Harvard Business School und der University of Wisconsin kommen zum gleichen Schluss: Die Datenerhebung in der Marktforschung mit künstlicher Intelligenz zu tätigen – sogenanntes Silicon Sampling –, kann verlockend sein, wenn es um Effizienz geht. Dennoch sind die Ergebnisse nicht ausreichend wahrheitsgetreu, um ihnen zu vertrauen und daraus Marketingstrategien abzuleiten. Müller fasst zusammen: «Für explorative Forschung oder in Vorstudien für kausale Forschung kann künstliche Intelligenz hilfreich sein.» Bei deskriptiver Forschung, also der Abbildung von Realitäten, funktioniert künstliche Intelligenz bislang für viele Fragestellungen nicht gut genug. Ein interessanter Ansatzpunkt seien künftig jedoch das Training eines LLM mit eigenen Daten, etwa aus dem CRM-System oder aus vergangenen Befragungen, und das Finetuning des Modells. Und was empfiehlt Steffen Müller praktizierenden Marktforschenden? «Gerade in Spannungsfeldern, wo schnelle Ergebnisse verlangt werden, kann es verlockend sein, sich auf die teilweise gut klingenden Antworten künstlicher Intelligenz zu verlassen», sagt Müller und appelliert: «Marktforschende sollen kritisch bleiben, hinterfragen, wie die Daten erhoben wurden, und die laufenden Trends für Marketingtools verfolgen.» Auch wenn es in den nächsten Jahren vermutlich einige Firmen geben werde, die künstlich erhobene Daten anbieten, sei die Qualität von Antworten realer Personen nicht zu unterschätzen, betont Müller. Denn das Leben spielt sich nach wie vor in der echten Welt ab. (Headerbild: Adobestock/rawpixel.com) Tamara Ritter

Stahl und Lehm clever kombiniert

Im Schweizer Wohnungsbau dominieren (noch) Beton und Backstein. Doch gerade Beton verursacht durch den Zement grosse CO₂-Emissionen – und passt damit schlecht zur Klimapolitik der Schweiz. Gefragt sind Alternativen. Jay Renée Thalmann, Architektin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen , beschäftigt sich seit Langem mit ressourcenschonenden Bauweisen. 2017 führte das Institut Konstruktives Entwerfen einen Studienauftrag zu nachhaltiger Stahlbauweise für den Wohnungsbau durch. Thalmann nahm mit ihrem Architekturbüro Ressegatti Thalmann zusammen mit Bauingenieur Mario Rinke teil. «Im Fokus standen herkömmliche Stahl-Beton-Verbundsysteme aus dem Hallenbau. Unser Ziel war es, durch den Betonverbund die Brandschutzanforderungen zu lösen, den Stahl tragend einzusetzen und im Wohnungsbau zu etablieren», erzählt Thalmann. «Denn in der Schweiz wird derzeit bei weniger als zwei Prozent der Wohnbauten Stahl sichtbar und tragend eingesetzt.» Das aus dem Studienauftrag weiterentwickelte «Stahlkammer-Hybrid-Bausystem» kombiniert nun Stahlblech mit Lehm– dieser weist eine gegenüber dem ursprünglich verwendeten Beton eine bessere CO₂-Bilanz auf. «Beide Materialien können so ihre Stärken ausspielen – und ihre Schwächen kompensieren», erklärt Thalmann. Stahl erlaubt grosse Spannweiten – also grosse Abstände zwischen tragenden Bauteilen –, versagt aber bei hohen Temperaturen und hat einen grossen CO₂-Fussabdruck. Lehm erhöht den Feuerwiderstand der Konstruktion. In der Schweiz wird zu 90 Prozent Recyclingstahl verarbeitet. Lehm ist meist Teil des Aushubs, der im Überfluss anfällt. Den vielversprechenden Ansatz überführten Thalmann und ihr Team 2022 in ein Innosuisse-Forschungsprojekt. Projektpartner waren die ETH Zürich, der Baumaterialienentwickler Oxara, das Metallbauunternehmen H. Wetter AG und das Stahlbauzentrum Schweiz. «Ziel war es, ein nachhaltiges, standardisiertes Skelettbausystem für kostengünstigen Wohnraum, Verdichtungen und Aufstockungen zu entwickeln», erklärt Thalmann. Die tragende Funktion übernehmen schlanke, C-förmige Kantprofile aus Stahl, die mit dem lehmhaltigen «Cleancrete» von Oxara ausgefüllt sind – einem Naturmaterial mit rund 90 Prozent weniger CO₂-Ausstoss als herkömmlicher Beton. Die Profile werden miteinander verschraubt. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft lassen sie sich auseinandernehmen und wiederverwenden. Zunächst wurden praxisnahe Bemessungsgrundlagen erarbeitet und Laborversuche durchgeführt, um das Trag- und Brandverhalten des Systems zu analysieren. An der ZHAW fanden sogenannte Kalttests mit Knick- und Biegeversuchen an Stützen, Trägern und Deckenelementen statt. Der «Cleancrete» musste so optimiert werden, dass keine Risse durch das Schwindverhalten im schlanken Querschnitt der C-Profile entstehen und der feuchte Lehm keine Korrosion am Stahl verursacht. Um die Feuerbeständigkeit des Systems zu prüfen, fanden Brandtests in einem Speziallabor in Mailand statt. «Das war eindrücklich – und nervenaufreibend», erinnert sich Thalmann. Auf die drei Meter lange Stütze wurde mit einer Kraftmessdose Last übertragen, um einen fünfgeschossigen Bau zu simulieren. «Die Stützen mussten dem Feuer 60 Minuten standhalten, bevor sich der Stahl zu verformen begann – mit Erfolg.» Wie steht Thalmann aus architektonischer Sicht zur Ästhetik von Stahl? «Die schlanken Elemente, die bei geringen Spannweiten in Wohnungen möglich sind, können durchaus raumprägend und identitätsstiftend wirken», sagt sie. Kostenmässig liegt das System auf dem Niveau von Holzbau. Wie dort erfolgt die Vorfertigung der Elemente im Werk, was sowohl die Bauzeit verkürzt als auch Kosten senkt. Thalmann hat bereits mehrere Wettbewerbe mit dem System bestritten. In der Fachwelt stösst das Konzept auf grosses Interesse – Thalmann wird regelmässig zu Vorträgen eingeladen, wie kürzlich an die TU Wien. Sie ist zuversichtlich, dass sich das innovative System bald in einem realen Bauprojekt bewähren und den Weg in den Markt finden wird. Rahel Meister

Linsen und Bohnen statt Futtermais 

Auf rund 60 Prozent der Schweizer Ackerflächen wachsen heute Futtermittel für Tiere. Um alle Kühe, Rinder, Schweine und Hühner zu ernähren, müssen zudem Soja und Getreide aus dem Ausland importiert werden. Unsere Vorliebe für Fleisch, Milchprodukte und Eier verursacht grosse Umweltbelastungen wie etwa den Ausstoss von Treibhausgasen, Gewässerverschmutzung, Verlust der Artenvielfalt und der Bodenfruchtbarkeit. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, braucht es dringend eine Umstellung unserer Ernährung sowie der Landwirtschaft. Am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR) werden verschiedenen Aspekten dieser Transformation erforscht. Die Forschungsgruppe Geography of Food hat zum Beispiel im Auftrag des WWF Schweiz 30 sogenannte Future Foods definiert. Darunter finden sich Gemüse wie Federkohl, Catalogna und Schwarzwurzel, aber auch Kohlenhydrat-Lieferanten wie Süsskartoffel und Sorghumhirse oder Hülsenfrüchte wie Soja, Lupine und Ackerbohne. Zu Beginn des Projekts standen über 100 Sorten als mögliche Future Foods zur Auswahl. Bei der Eingrenzung untersuchten Expertinnen und Experten, ob sie sich für hiesige Witterungsbedingungen eignen, wie sich der Anbau auf die Biodiversität und die Böden auswirkt, welche Nährstoffe sie enthalten und wie ihr Marktpotenzial aussieht. Diejenigen mit dem besten Ergebnis fanden Eingang in eine Broschüre sowie eine Website mit detaillierten Angaben zu Nährstoffen und Rezeptideen. Mit diesen Informationsmaterialien hat der WWF letztes Jahr zusammen mit Grossverteilern eine Kampagne durchgeführt. «Die 30 empfohlenen Nahrungsmittel bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und können einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden und umweltfreundlicheren Ernährung leisten», sagt Projektleiter und IUNR-Dozent Roman Grüter. Ein Ziel der Forschungsgruppe ist auch die sogenannte Proteinwende: Um den täglichen Proteinbedarf zu decken, sollen statt tierischer Produkte vermehrt Hülsenfrüchte, Nüsse und Kerne auf den Teller kommen. Die pflanzlichen Eiweisslieferanten werden jedoch heute vorwiegend aus dem Ausland importiert, während die Schweizer Landwirtschaft stark auf Tierhaltung und Milchwirtschaft setzt. In den Berggebieten, wo Ackerbau schwierig ist, sei dieser Ansatz berechtigt, sagt Grüter. «Doch das Narrativ des Graslandes Schweiz ist nur teilweise stimmig.» Denn auch im Flachland werde auf einem Grossteil der Böden Tierfutter wie Mais, Gerste und Kunstwiese angebaut. Bei Letzterer handelt es sich um eine angesäte Wiese mit verschiedenen Gräsersorten und Klee. Für eine Fruchtfolge, welche den Boden langfristig fruchtbar erhält, sei Kunstwiese zwar wertvoll, räumt Grüter ein. «Doch je nach Standort könnte eine Reduktion des Kunstwiesenanteils viel Fläche freigeben für Kulturen, die der direkten menschlichen Ernährung dienen.» Im Rahmen eines weiteren Projekts, das vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert wird, untersuchen die Forschenden in Wädenswil das Potenzial von Hülsenfrüchten und Ölpflanzen in der Schweiz. Dabei betrachten sie eine breite Palette an Faktoren – vom Anbau, den Umweltauswirkungen, den Verarbeitungsmöglichkeiten über die Akzeptanz der Landwirtschaft, der Vermarktungsorganisationen und der Kundschaft bis zu politisch gesteuerten Lenkungsmassnahmen. «Aktuell wird der Anbau von Proteinpflanzen für die direkte menschliche Ernährung im Vergleich zu tierischen Lebensmitteln nicht stark gefördert», bedauert Grüter. Für die Landwirtschaft lohne sich die Umstellung deshalb kaum. Komme dazu, dass Kulturen wie Linsen, Ackerbohnen, Soja oder Eiweisserbsen stärker von den Wetterbedingungen abhängen als die Fleisch- und Milchwirtschaft. «In einem verregneten Sommer kann es im schlimmsten Fall zu einem totalen Ernteausfall kommen.» «Lebensmittel aus der Nähe stärken unseren Bezug zu den Produkten» Sonja Trachsel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen Wichtig wäre deshalb auch die Intensivierung der Forschung, um Sorten für die hiesigen klimatischen Bedingungen zu züchten, stellt der Umweltwissenschaftler klar. Darum sei zentral, die relevanten Akteurinnen und Akteure des Ernährungssystems in Studien einzubeziehen. Dazu gehören neben den Bauern auch Verarbeitungs- und Transportbetriebe, Händler, Gastronominnen, Konsumenten, Politikerinnen, Behörden sowie Umweltschutz- und Gesundheitsorganisationen. «Der partizipative Ansatz verhilft uns zu Wissen aus der Praxis und ermöglicht uns, anwendungsorientierte Lösungen zu entwickeln», erklärt Grüter. Im Rahmen von Workshops diskutieren die Beteiligten Themen wie Ernährungstrends, Klimawandel und politische Bedingungen aus ihren verschiedenen Perspektiven. Weiter soll die lokale Verankerung gestärkt werden. In den drei Pilotregionen Knonauer Amt, Baselland und Yverdon-les-Bains regen die Forschenden derzeit regionale Netzwerke des Ernährungssystems an. Dabei wollen sie Absatzmärkte für Bioprodukte mit kurzen Wegen schaffen – zum Beispiel Wochenmärkte, Gemüseabonnemente oder kleinere Läden mit lokalen Produkten. In grösseren Städten gebe es derartige Angebote schon länger, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Sonja Trachsel. In ländlichen Regionen dagegen bestehe noch Potenzial. «Lebensmittel aus der Nähe stärken unseren Bezug zu den Produkten», erklärt Trachsel. Damit steige die Bereitschaft, faire Preise zu bezahlen, was den Bäuerinnen und Bauern wiederum ein besseres Einkommen sichere. In Wädenswil ist ein Projekt für die sogenannte regionale Transformation bereits im Gange. Im Rahmen von «Ernährungszukunft Wädenswil» soll eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft gefördert werden. Zum Beispiel will man Institutionen dazu anhalten, mehr lokale Produkte zu verwenden, sowie Detailhandel und Gastronomie über die Haltbarkeit von Lebensmitteln aufklären, um Foodwaste zu vermeiden. Angedacht sind auch finanzielle Zustüpfe für Landwirtschaftsbetriebe, die klimafreundlich produzieren. Andrea Söldi

Jobwechsel? Noch so gerne!

Im Jahr 2022 wechselten 14,7 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz ihre Stelle – etwas mehr als der Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Ein Drittel wagte mit dem Wechsel auch den Schritt auf berufliches Neuland. Insbesondere junge Menschen wechseln häufiger den Arbeitsplatz: Bei den 15- bis 24-Jährigen war es fast jede vierte Person. Eltern von kleinen Kindern scheinen sich hingegen Beständigkeit zu wünschen. 50 Prozent der Personen, die 2022 arbeitslos gemeldet waren, waren 2023 wieder berufstätig. Bei Personen, die krankheitsbedingt ausfielen, lag der Anteil um einiges tiefer. Erwerbstätige in der Deutschschweiz wechselten etwas häufiger als in der Romandie und im Tessin. Bei den Stellenwechseln, die freiwillig stattfanden, wurden die meisten mit unbefriedigenden Arbeitsbedingungen oder einem wunsch nach Veränderung begründet. Geld scheint aber auch eine bedeutende Rolle zu spielen: Bei 38,1 Prozent derer, die ihren Job wechselten, nahm der Lohn bei gleichem Pensum um mindestens 10 Prozent zu. Die Verweildauer an einem Arbeitsplatz hat innert 20 Jahren bei allen Altersgruppen abgenommen, im Schnitt um 1,3 Jahre. Eine Mehrheit der Arbeitskräfte in der Schweiz ist unzufrieden mit ihrem Job, aber nur mässig engagiert, etwas daran zu ändern. Insgesamt ist in Europa die Zufriedenheit am Arbeitsplatz tief: Nur 13 Prozent der Erwerbstätigen bezeichnen sich als engagiert und mit ihrem Unternehmen verbunden. 73 Prozent geben an, nur Dienst nach Vorschrift zu machen, und 15 Prozent sagten gar, innerlich gekündigt zu haben. Die Schweiz gehört sowohl regional als auch global zu den Schlusslichtern in Bezug aufs Engagement. Quellen: Schweizerische Arbeitskräfteerhebung , Gallup Report 2025 Sara Blaser

KI und das grosse Umdenken

Die neue Technologie stellt die Institutionen auf den Prüfstand. Was sollen die Studierenden eigentlich noch lernen, wenn sich alles in Sekundenschnelle von einer Maschine beantworten lässt? Wie können Dozierende kontrollieren, welches Wissen sich die Studierenden angeeignet haben? Und: Braucht es diese Kontrolle und Bewertung überhaupt noch? Es sind drängende Fragen, die aber nicht einfach zu beantworten sind. Bereits wenige Monate nachdem ChatGPT online gegangen war, publizierte das Ressort Bildung der ZHAW eine Richtlinie, die die Nutzung von KI-Tools bei Leistungsnachweisen regelt. Das Ressort sieht den Einsatz von künstlicher Intelligenz als integralen Bestandteil des digitalen Wandels und strebt deshalb eine verantwortungsvolle Nutzung von KI in der gesamten Institution an. Bei Prüfungen gibt es die Ansätze, KI zu verbieten, um Grundkompetenzen zu testen, oder gezielt zuzulassen, was jedoch eine Anpassung der Aufgabenstellung erfordert. Bei schriftlichen Semester- oder Abschlussarbeiten gilt grundsätzlich eine Kennzeichnungspflicht für die Verwendung von KI. Dieser klassische Leistungsnachweis hat jedoch an Aussagekraft verloren, denn es gibt keine zuverlässigen Möglichkeiten, den Einsatz von KI zu kontrollieren. Lisa Messenzehl-Kölbl , Leiterin der Fachgruppe Lehrtechnologien und Didaktik im Ressort Bildung, erklärt: «KI zwingt Dozierende dazu, stärker auf das Lernen als Prozess zu fokussieren. Die neue Technologie bringt uns zur Kernfrage der Bedeutung von Leistungsnachweisen zurück. Diese Diskussion müssen wir jedoch in der gesamten Gesellschaft führen und sie fängt bereits bei den Benotungen in der Primarschule an. Dennoch müssen die Studierenden Grundkompetenzen beherrschen, um auch ohne KI Zusammenhänge zu erkennen. Dafür sind Prüfungen in unserem heutigen Bildungssystem das etablierte Instrument.» «KI zwingt Dozierende dazu, stärker auf das Lernen als Prozess zu fokussieren und bringt uns zur Kernfrage der Bedeutung von Leistungsnachweisen zurück. Lisa Messenzehl-Kölbl, Leiterin Fachgruppe Lehrtechnologien und Didaktik Um den Einsatz von KI während digitaler Prüfungen zu kontrollieren, setzt die ZHAW auf die digitale Prüfungsaufsicht SMOWL, eine Software, die während der Prüfung Screenshots der Bildschirme der Studierenden erstellt und bestimmte Computeraktivitäten dokumentiert. Bestehen Zweifel an der Eigenleistung, kann anhand dieser Aufzeichnungen nachvollzogen werden, welche Websites oder Anwendungen während der Prüfung verwendet wurden. Fabian Jasper-Möller , Fachexperte für digitale Prüfungen, erläutert: «Das Setting schafft Fairness und Objektivität bei der Bewertung. SMOWL ist zudem eine grosse Chance für kompetenzorientierte Prüfungen, da beispielsweise auch realitätsnahe Programmier- oder Open-Book-Prüfungen durchgeführt werden können, bei denen die Verwendung spezifischer Tools, wie Programmierumgebungen als Teil der Prüfung beabsichtigt sind.» «Lernen muss etwas anstrengend bleiben. Wenn wir Muskeln aufbauen wollen, schicken wir auch nicht unsere Freunde ins Gym.» Fabian Jasper-Möller, Fachexperte für digitale Prüfungen Längerfristig stellt sich jedoch in jedem Fachbereich die Frage, wie die Leistungsnachweise neu konzipiert werden können, um das Know-how der Studierenden zu testen, ohne KI zu verbieten. Dozierende aus verschiedenen Departementen und eine Studentin nehmen dazu Stellung. Und welche Vision hat das Ressort Bildung für den Hochschulbetrieb? «Ich wünsche mir, dass wir in zehn Jahren den Umgang mit KI gelernt haben, keine zeitaufwendigen Routinearbeiten mehr machen müssen und Prüfungen gar nicht mehr so wichtig sind, sondern die Studierenden mit Chatbots lernen und im Prozess von Dozierenden eng begleitet werden», sagt Lisa Messenzehl-Kölbl. Fabian Jasper-Möller ergänzt, dass das Lernen weiterhin ein bisschen anstrengend sein muss, damit es wirksam ist: «Wenn wir Muskeln aufbauen möchten, schicken wir ja auch nicht unsere Freunde ins Gym.» Und was antwortet ChatGPT auf die Visions-Frage? «Die Lehre wird hybrider und flexibler – mehr Online-Elemente, aber auch stärkerer Fokus auf Interaktion, Seminararbeit, Gruppenarbeit, auch in Präsenz.» Der Algorithmus spiegelt in diesem kleinen Versuch der Autorin die befragten Personen dieses Beitrags gekonnt wider. Ob sich die Vorhersage bestätigt, werden wir in spätestens zehn Jahren herausfinden. Tamara Ritter

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • ....
  • »
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Netiquette
  • Cookies
© ZHAW
  • Home

  • Rubriken

    • Editorial

      Vorwort der Chefredaktion

    • Alumni

      Was ZHAW-Absolventinnen und -Absolventen heute machen

    • Menschen

      Wir schauen Forschenden und Dozierenden über die Schulter

    • Dossier

      Das Schwerpunktthema jeder Ausgabe

    • Forschung

      Neues aus der ZHAW-Forschung

    • Studium

      Einblick in Studienangebote

    • Interview

      Fachleute diskutieren

    • Spotlight

      Umfragen zu den Schwerpunktthemen

    • Meinung

      Standpunkte von ZHAW-Angehörigen

    • Panorama

      Vermischtes aus dem Campusleben

    • Perspektivenwechsel

      Blick nach aussen und von aussen auf die ZHAW

    • Abschlussarbeiten

      Bachelor- und Masterarbeiten im Kurzporträt

  • Suche

  • Archiv

  • Vorherige Ausgabe

  • Über das ZHAW-Impact und die ZHAW

Schliessen